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2. Cyclische Verbindungen - Naturstoffe 3 (1920) Heterocyclische Verbindungen
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1182
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.- Alkoxy-pyrimidim.

I) HO-c/

-CH

>CH=CH

II) OC

,NH—CH

>CH

N CH

Die Oxo-Formulierung der hier in Frage stehenden Stoffe ist die ge-bräuchlichere. Daher sollen sämtliche Verbindungen, welche eine solcheFormulierung zulassen, erst im folgenden Abschnitte (s. u.) behandeltwerden.

Ausgeschlossen ist diese Formulierung, wenn Kohlenwasserstoffrestean den Sauerstoff gebunden sind. Älkoxy-Derivate 1 der Pyrimidine sindin größerer Zahl aus den Halogen-Derivaten (vgl. S. 1176—1177) durchErhitzen mit Natriumalkylaten in alkoholischer Lösung (Austausch vonHalogen gegen Alkoxyl) bereitet worden.

Als Beispiel sei das aus 2.4.6-Trichlor-pyrimidin (S. 1177) erhältliche 2.4.6-Trimethoxy-pyrimidin 2 erwähnt, das bei 53° schmilzt und bei 232° destilliert.

Oxo-Derivate.

Wie oben bemerkt wurde, sollen in diesem Abschnitt alle Pyrimidm-Derivate vereinigt werden, für welche eine Oxo-Formulierung unter dendurch Desmotropie sich bietenden Möglichkeiten in Betracht kommt.Wir haben es hier mit einer Verbindungsgruppe zu tun, die an Zahlder bekannten Individuen außerordentlich reich geworden ist und unterihnen mehrere Stoffe von hervorragender Wichtigkeit umschließt.

Weitaus die Mehrzahl der bisher bekannt gewordenen Vertreterenthält Sauerstoff an den zwischen den beiden Ringstickstoffatomen be-findlichen Kohlenstoff (2 nach der üblichen Bezifferung, s. Formel I aufS. 1172) gebunden. In ihren Molekülen findet sich also der Harnstoff-Rest >NCON< cyclisch geschlossen. Sie gehören zu den cyclischenHarnstoff-Abkömmlingen, auf deren Beziehungen zu physiologisch be-deutungsvollen Stoffen schon mehrfach hingewiesen worden ist (s. Bd. I.Tl. II, S. 1400—1401; Bd. II, Tl. III, S. 454).

Von den Stoffen, die wir heute als cyclische Ureide der Pyri-midin-Reihe zusammenfassen können, sind am längsten bekannt einigeAbbau-Produkte der Harnsäure. Mit diesen beschäftigten sich zweidenkwürdige Untersuchungen, die durch einen langen Zeitraum von-einander getrennt sind. Wühler und Liebig 3 legten 1837 den Grund;etwa 25 Jahre später betrat Baeyek 4 das Gebiet und fügte den älterenErgebnissen eine reiche Ernte neuer Funde zu, durch welche das Ver-

1 Vgl. z. B.: E. v. Meyer, J. pr. [2] 22, 276 (1880); 39, 270 (1889). — Schlen-ker, B. 34, 2828 (1901). — Angerstein, B. 34, 3959 (1901). — Gabriel, Colman,B. 36, 3379 (1903). — Johnson, Güest, Am. 42, 284 (1909). — Johnson, Joyce, Am.Soc. 37, 2161 (1915). — v. Merkatz, B. 52, 875 (1919).

2 Büttner, B. 36, 2235 (1903).

3 A. 26, 241 (1838).

4 A. 127, 1, 199 (1863); 130, 129 (1864).