Stärke I ucker, Dextrin.
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Metallplatte fallen lässt, wodurch sie theilweise verkleistert, theilweiseauch in Dextrin verwandelt wird.
Stärke wird in möglichst fein vertheiltem Zustand als Puder ver-wendet, in Form von Kleister als Klebemittel bei Tapezier- und Buch-binderarbeiten und als Verdickungsmittel beim Zeugdruck. Sie dientferner bekanntlich zum Steifen der Wäsche; ihre Wirkung beruht dar-auf, dass die zunächst als Kleister aufgetragene Stärke durch das heisseBügeleisen in einen steifen glänzenden Ueberzug von Dextrin verwan-delt wird.
Die Bedeutung der Stärke als Nahrungsmittel, die Brotbäckerei etc. wird indem Kapitel „Nahrungs- und G-enussmittel (Band II)" besprochen werden.
Stärke ist ferner das Alisgangsmaterial für die Gewinnung von Stärke-zucker und Dextrin.
Stlirkezuckcr (rf-Glucose als wesentlichen Bestandtheil enthaltend)wird durch Kochen von Kartoffelstärke oder Maisstärke mit verdünnterSchwefelsäure hergestellt; nach der Verzuckerung wird die Schwefelsäuredurch Zusatz von Schlämmkreide als Gyps fortgeschafft, die filtrirteZuckerlösung im Vacuum so weit verdampft, dass die ganze Masse beimErkalten zu einem harten, fein krystallinischen Kuchen erstarrt. Eineweitere, technisch ausführbare Reinigung dieser Masse durch Abschleu-dern oder Krystallisation ist bisher nicht gelungen; durch Verzuckernin verdünnterer Lösung lässt sich zwar sehr reiner Traubenzuckerherstellen, den man im Vacuum auf Krystall verkochen kann, doch hatsich diese Fabrikation nicht als rentabel erwiesen. Der technischeStärkezucker ist daher ein recht unreines Produkt; er enthält nebenTraubenzucker noch Maltose, Isomaltose J und Dextrine. Da er viel billigerals Rohrzucker ist, wird er vielfach — in fester Form oder als Syrup —als Süssmittel für Konditoreiwaaren etc., als Ersatzmittel für Honig undfür ähnliche Zwecke verwendet. Grosse Mengen wurden früher beim• , ( mllisiren" des Weines als Zusatz zu dem mit Wasser verdünntenMost verbraucht; seitdem man weiss, dass derart hergestellter Wein in-folge der unvollständigen Vergährung der Verunreinigungen des Stärke-zuckers stark rechtsdrehende und daher sehr leicht nachweisbare Be-standteile enthält, hat man sich wohl allgemein entschlossen, hier stattStärkezucker den freilich kostspieligeren, aber reinen und vollständigenvergährbaren Rohrzucker anzuwenden, gegen dessen Benutzung vomsanitären Standpunkt aus wenigstens kaum Bedenken vorliegen. —Durch Erhitzen von Stärkezucker — zuweilen unter Zusatz von Soda —stell man die Zuckercouleur dar, die zum Färben von Liqueuren undBier gebraucht wird.
In unbedeutender Menge wird auch Maltose technisch durch Verzuckerung derStärke mittels Malzauszug bereitet.
Technisches Dextrin (Stärkegummi) wird theils durch Erhitzenvon Stärke für sich auf 220 — 250° (Röstgummi), theils durch kurzes
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1 SOHEIBLBB U. MlTTKI.MEIER, Ber. 24, 301 (1891).