ß-Jodpropionsäure.
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Es ist dies festgestellt für die Bromderivate der Propionsäure, beider Buttersäuren,der normalen Valeriansäure und der Methyläthylessigsäure.
2. Soweit bisher untersucht, erweisen sich ferner die Dicarbonsäuren, welcheman aus den in Frage stellenden bromirten Säuren erhält, wenn man Brom gegenCyan austauscht und darauf verseift, als Homologe der Malonsäure (vgl. S. 651, 655),da sie beim Erhitzen sieh leicht in Kohlensäure und Fettsäuren spalten 1 , z. li:
CH,-(CH,) 4 -CH 2 -CO s H v CH 8 -(CH,)«CHBr-CO,B ►
,, Ir /CN /COjl
CH 8 (CH 2 ) 4 CH< >- CH 8 -(CH,).-CH > CH,-(CH,) 4 .CH s .CO,H.
X C0 2 1I \C0 s H
■Uies ist z. B. controllirt für die Bromderivate der normalen Buttersäure, Oenanth-säure und Palmitinsäure.
Unter den Monohalogenderivaten der Essigsäurehomologen,deren Halogenatom von der Carboxylgruppe entfernter steht, ist
nlr synthetische Zwecke besonders wichtig die vielfach verwendete p'-Jod-Pl*Oplonsäure 2 (Bildung vgl. S. 712), welche glasglänzende Krystall-olätter darstellt, bei 82° schmilzt, in heissem Wasser sehr leicht, inkaltem Wasser wenig löslich ist. Ihre Constitution ergieht sich ausrarer Ueberftihrbarkeit in Bernsteinsäure:
CHjJ.CHj.COjH ► CN-CH a -GH s -COjH >- CO,HCH,CH s -CO,H,
rerner ans dem Umstand, dass die durch Kochen mit Wasser aus ihrentstehende Oxypropionsäure identisch isl mit der aus dem Glykol-c hlorhydrin (vgl. S. 616) erhältlichen Oxypropionsäure (Hydrakrylsäure,v Sl. S. 75S):
CrLJCrL-CO.H
ClI 2 (OHj-Cll,('l
CH,(OH)-CH s -CN
CH,(OH)-CH,-CO,H
Darstellung von ^-Jodpropionsäure 8 : Man lässt zu einer Mischung von00 g Glycerin und 50 g Wasser, die sieb in einem schmalen hohen Gefäss befindet,Urch eine zur feinen Spitze ausgezogene Trichterröhre 50g rauchende Salpetersäureni|, ssen, sodass sieb letztere als schwerere Flüssigkeitsschicht unten ansammelt under st allmählich im Laute von Tagen sieb mit der Glycerinlösung mischt. Nun lässt»an 3—4 Tage in der Kälte stellen, verdampft darauf auf dem Wasserbad und erhält80 einen von überschüssiger Salpetersäure freien Syrup, der neben anderen ProduktenReichlich Glycerinsäure (vgl. S. 774—775") enthält. Diese rohe Glycerinsäure wird mitWasser zu einer Lösung vom gpec. Gew. 1-26 aufgenommen; von dieser Lösung giebt*"an Mengen von je 30 ccm zu einzelnen Portionen von Jodphosphor, die zuvor imRcactionskolben aus je 50 g Jod und 6- 5 g gelbem Phosphor bereitet sind. DieReaction tritt entweder von selbst ein oder wird durch gelindes Erwärmen eingeleitet,Verläuft dann unter stürmischer Entwickelung von Jod wasserstoll', den man als
1 Vgl. unter den Citaten zur Tabelle 39 auf S. 71s: Nr. 15, 17, 20, 31, 32, 34.
2 lb.ii.sTEm, Ann. 120, 226 (.1861); 122, 366 (1862). — Moldenhauer, Ann. 131.82 8 (1864). - Keküle, Ann. 131, 223 (1864). — v. Richter, Ztschr. Chem. 1868, 44'.).— Wislicencs, Ann. 166, 1 (1872). — Thomson, Ann. 200, 81 (1880). - Beckürtsu - Otto, Ber. 18, 224 (1885).
3 Eblenmevee, Ann. 191, 284 Anm. (1877). RosENTHAL, Ann. 233, 16(1886).~~ V. Meyer, Ber. 19, 3294 (1886); 21, 24 (1888).
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