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1 (1893) Allgemeiner Theil - Verbindungen der Fettreihe
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ilethatitricarbonsäure, Aethantricarbonsäure.

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hei der Malonsäure und ihren Homologen (8. 651, 655) zeigt, dass schon zwei Carboxyl-RTOppon an einem und demselben Kohlenstoffatom bei wenig erhöhter Temperatur nichthaften können, so erscheint es kaum auffallend, wenn die Methantricarbonsäure alsfreie Säure sowohl wie auch in Form von Salzen überhaupt nicht erhalten worden ist.vielmehr bei jedem Versuch zu ihrer Abscheidung unter KohlensäureabspaltungMalonsäure gebildet wird. Dagegen ist ihr Trifithylester CH(CO,-C,H 6 ), beständigU1| d kann leicht durch Umsetzung von Natriummalonsäureester mit Chlorkohlensäure-eeter gewonnen werden; er ist eine farblose, in Wasser unlösliche Flüssigkeit, löst siehln Alkalien und auch schon in Alkalicarbonaten unter Bildung von Salzen, welchedem Natriummalonsäureester analog sind, siedet bei 253°, besitzt bei 1!)" das spec. Gew.WO, erstarrt in der Kälte zu langen Prismen und schmilzt dann erst wieder bei 29".Vom Aetlian kann schon eine Säure abgeleitet werden, welche nur zweiCarboxyle an demselben Kohlenstoff enthält und demzufolge auch gleich derMalonsäure in freiem Zustand isolirt werden kann: die w 2 o/-Aethantricarbonsäure'(WaH),CH CH, COjH I Aetheny 1 tricarbonsäu re ); sie stellt eine weisse krystalli-nische Masse dar, ist in Alkohol, Aether und Wasser leicht, in Benzol wenig löslieh°nd schmilzt bei 159°, indem sie sieh in Kohlensäure und Bernsteinsäure spaltet;K = (>-32. IhrTriäthylesterCCOj-CH^CH-CHj-CO.-CjHj wird durch Umsetzungz wisehen Natriummalonsäureester und Chloressigester erhalten:

" ; <>,-<\lli,cilNa + CI-CHj-COj-CjHb - NaCl + (CO s -C,H,),CH-CH,.CO,-C,H,Sll> dct bei 278" und besitzt bei 20" das spee. Gew. 1-095.

Fster von Tricarbonsauren, welche die gleiche Stellung der drei Carboxyi-S'uppen aufweisen, demnach als Homologe der t»,ea'-Aethantricarbonsäure zu be-^'"'huen sind, können nun in grosser Zahl durch mannigfaltige Variirung obiger"ildungsweise des Aethantricarbonsäureesters dargestellt werden. Statt des Malonsäure-"Sters kann man seine Monalkylderivate R CH(CO, C S H 6 ) S , statt des Chloressigesters<ll( ' «-Ilalogenderivate anderer Fettsäureester, wie a-Brompropionsäureester CH 8 -

J ttBr-COj'CjH 6 etc. verwenden. Auch kann man vom Aethantricarbonsäureester8c 'bst ausgehen und ihm, ähnlich wie dem Malonsäureester, Alkylreste incorporiren:

WO.-^HJ.CH^O Na

COj-O s Hj

i CH.-J = (C0 2 -C,I[,)-eii,e

co, .(Ml,

eil + NaJ .

co. .('.11

V 0" diesem weiten Spielraum ist ausgiebiger Gebrauch gemacht worden 8 ; eine seingrosse Zahl derartiger Tricarbonsäureester ist gewonnen worden«, weil diese bequem»aältlichen Ester durch Verseifung und Abspaltung einer Carboxylgruppe leicht

in Homolog,, der Bernsteinsäure (vgl. S. 668) übergeführt werden können und daher

1 Bischoff, Ann. 214. 88, 71 (1882). Ber. 21, 2112 (1888). Zeliksk! u.Bitsohichin Ber 21 8399(1888). Haller u. Barths, Compt. rend. 106, 1413d888). Baeihe, Compt. rend. 108, 297 (1889); 111, 343 (1890). - Bischof, u.v - KumBBBQ Ber 23, 634 (1890). Walden, Ztschr. f. physik. Chem. 10, 571 (1892).

2 Vgl. Bischof», Ann. 214, 53 (1882). -- Wai.tz, ebenda, 58. - Eoser Ann.22 0, 274 (1883). - HjELT, Ber. 16, 2622 (1883). LbitoilART, Ber. 18, 2346 ( 1885).

Polko, Ann 242, 113 (1887). Barksteik, ebenda, 126. - Bischoff u. Hjelt,B «- 21, 2089 (1888). - BlSOHOFF U. V. Kuhlberg, Ber. 23, 634 (1890). - Bkchoff" Voit, ebenda, 639. - Bischoff u. Mintz. ebenda, 647, 3410.- Bischoff ebenda,3395. _ Bischoff u. Jaunsn.ckbr, ebenda, 3399. - Auwees u. Jackson, ebenda 1599.~ Bischoff, Ber. 24, 2012 (1891). - Schleicher, Ann. 267. 121 (1891). - Walden,Zt schr. f. physik. Chem. 10, .".72 (1892).

;l Vgl. die Zusammenstellung von Bis« hoff u. Walden, Ber. 23, 660 (1890).