u
I
M
Nif!
698
Diaeetylendicarbonsäure, Tetraacetylendicarbonsäure.
CHj-CO,H CH-CO.H
CO + PC1 5 = POOL + HCl + CC1 : (J-Chlorglutaconsäure,
I
CHjCO,H CH 2 -CO a H
CHCO a H C-COjB
CGI -HCl C : Ghlutinsäure.
CH 2 CO,H CHj-CO,H
Sie bildet feine Nadeln, schmilzt bei 145—14fi° unter Kohlensäureentwickelung undist in Wasser leicht löslieh; aueh beim Kochen ihrer wässrigen Lösung findet Kohlen*säureentwickelung statt.
DlacetylendicarbonsHure' (Butadiindicarbonsäure) (; S H. 2 0 4 = C0 2 H-C;C-C:C'CO s H wird aus der Kupferverbindung des propiolsauren Natriums (S. 516 51")durch Oxydation mit Kaliumferricyanid erhalten. Sie krystallisirt mit I Mol. Wasser,ist in Wasser ziemlich leicht, in Alkohol und Aether sehr leicht, in Ligroi'n undBenzol sehr schwer löslich, färbt sich bei l()(l" braun und explodirt hei weiteren)Erhitzen sehr heftig unter Abscheidung einer sehr voluminösen Kohle. Am LicMfärbt sie sich sofort dunkel rosaroth und ist nach einiger /eil in eine purpurroteMasse verwandelt: alle Operationen mit dieser Substanz müssen daher unter Aus-schluss des directen Tageslichts vorgenommen werden. Durch gemässigte liedueti""
mit Natriumamalgam liefert sie Hydromuconsäure (vgl. S. 696), durch stärkere 1>'"duetion Adipinsäure unter theilweiser Spaltung in Propionsäure.
Behandelt nein die Diacetylendicarbonsäure mit ammoniakalischer KupiC"chlorürlösung, so erhält man durch Abspaltung heider Carboxylgruppen schon bei30° die Kupferverbindung des Diacetylens (vgl. S. 407); erwärmt man ein sauresSalz der Säure in wässriger Lösung, so wird unter Abspaltung einer Oarboxyi-gruppe die äusserst lichtempfindliche und daher nicht analysenrein erhaltene D-"acetylenmonocarbonsäure CO s H-C : C-C • CH gebildet: oxvdirt man nun die Kupt«- 1 '*verbindung der letzteren Säure mit Kaliumferricyanid. so entsteht die durch ihr*(Constitution höchst merkwürdige Tetraacetylendicarbonsäure:
COjH.C-C-CiC-CsC-CiC-COaH;
in kleinen Mengen kann sie aus Aether in schönen Nadeln krystallisirt erhaltenwerden, welche ausserordentlich explosiv sind (vgl. S. 488) und im Licht nach wenig 6Minuten schwarz werden.
Sieben u adzwa nzigstes Kapitel.
Tricarbonsäuren, Tetracarbonsäuren etc.I. Gesättigte Tricarbonsäuren,
Vom Methan kann sich nur eine Tricarbonsäure ableiten, welche drei ( arhoxy ^gruppen an dasselbe Kohlenstoflätom gekettet enthält, — die Methan! licarbonsiiure(Methenyltricarbonsäure) CH(CO,H),. Da die leichte Kohlensäureahspaltuni?
1 Baeter, 15er. 18, 878, 22(i!» (1885). „
' Conrau u. Guthzeit, Ann. 214, 31 (1882).— Halleb, Compt. rend. 105, 1
(1887). — Michael, Jb. 1888, 1788. — Franchimoih; u. Ki.obbik, Kec. trav. chim.
220 (1890). — Nef, Ann. 266, 115 (1891).