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Laurinsäure, Myvistinsäure.
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Da nun diese Caprinsäure mit der normalen Caprinsäure identisch ist,so ist die normale Structur für die Stearinsäure und sämmtliche inobiger Keactionsfolge enthaltenen Zwischenglieder erwiesen. — Für diein der Natur vorkommende Säure mit 20 Kohlenstoffatomen — dieArachinsäure — ist der Nachweis ferner dadurch geliefert, dass ausder Stearinsäure C 17 H 36 -CO-OH durch die Zwischenstufe des AldehydsC 17 H 35 -OOH der normale Octadecylalkohol C 17 H 3S -CH a -OH, aus letzteremdas Jodid C 17 H 36 -CH 2 J dargestellt wurde, und mittelst dieses Jodidsdurch die Acetessigester-Synthese die normale Octadecylessigsäure:
C 17 H 3 ,-CH 2 -CH 2 -C0 2 Hsynthetisch gewonnen wurde, welche sich als identisch mit der natür-lichen Arachinsäure erwies *.
Die zwischen die natürlich gebildeten Fettsäuren sich einschaltenden Gliedermit 11, 13, 15, 17 2 und 19 1 C-Atomen sind künstlich nach den bei dem Structur-nachweis benutzten Reactionen gewonnen. Sie besitzen an sich kein besonderesInteresse und seien daher nicht einzeln besprochen. Ihre physikalischen Constantensowie auch diejenigen der natürlichen Säuren sind in der Tabelle No. 14 (S. 312)enthalten.
Laurinsäure C 12 II 24 0 2 bildet als Glycerid einen Hauptbestandtheil des Lor-beerfetts 3 und wird am bequemsten durch Verseifung des im Handel befindlichenLorbeeröls (des officinellen Oleum lauri unguinosum, durch Auspressen der Früchte vonLaurus nobilis hergestellt) gewonnen 4 . Sie findet sich ferner in dem Fette derPichurimbohnen 5 , im Cocosöl 9 , im Fanykallak-Fett', im Dikabrot 7 — den ölreichenMandeln von Mangifera Gabonensis, welche an der westafrikanischen Küste einesder vorzüglichsten Nahrungsmittel der Eingeborenen darstellen, — ferner im Wallrath 8 -
Myristinsäure C u H 28 0 2 wird am besten aus der Muskatbutter 9 — dem festen,durch Auspressen der Nüsse von Myristica moschata erhaltenen Oel, dessen Haupt-bestandtheil das Glycerid der Myristinsäure (Myristin) bildet — gewonnen, oderaus dem Fett der Früchte anderer Myristica-Arten 10 . Kleine Mengen ihres Glyceridsfinden sich in der Butter und im Wallrath ». Auch das Dikabrot 7 , das Oel vonCananum commune 7 und das Oel der Erdmandeln 12 enthalten die Myristinsäure alsGlycerid.
Palmitinsäure C 16 H 32 0 2 und Stearinsäure C 18 H 30 O 2 sind unterden höheren Fettsäuren bei weitem die wichtigsten. (Physik. Constanten 13vgl. in der Tabelle Nr. 14 auf S. 312.) Ihre Glyceride, gemischt mitdem Glycerid der Oelsäure, sind die wesentlichsten Bestandtheile derthierischen Fette. Aus letzteren wird industriell als Kerzenmaterial einGemisch von Palmitinsäure und Stearinsäure (Stearinkerzen) erzeugt. Di e
2 Kramt, Her. 12, 1664, 1668.4 Krafft, Ber. 12, 1665.
1 Schweizer, Ber. 17 c, 569.3 MabIson, Ann. 41, 329.
5 Stahmek, Ann. 53, 390. ^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
6 GöitoRY, Ann. 66, 303. — OüDEMANS, J. pr. 81, 375.
1 Oüdemans, J. pr. 81, 356; 99, 409. « Bbwk, j. pr. 66, 48.
^ I'i.am'aik, Ann. 37, 152. - Kiiafit, Ber. 12, 1669.° Üeicoechea, Ann. 91, 369. ReiHeb u. Wim,, Ber 18, 2011. — NoraMJBer. 18, 2617.
ü t! i IKTZ ' J ' Pr ' 66 ' :i8 ' " "'•'''' u ' Tweedomedow, Ber. 22, 1744.
lieber d. Schmelzpunkte vgl. Reisseet, Ber. 23, 2243.
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