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1 (1893) Allgemeiner Theil - Verbindungen der Fettreihe
Entstehung
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Sulfosäuren.

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wiederzugeben. Letztere sind isomer mit den aus Thionylchlorid undAlkoholen entstehenden Schwefligsäureestern (S.201—202) C n H 2ll + 1 -O-SO-0-C n H 2n + 1 , welche beide Alkylreste an Sauerstoff gebunden enthalten,während in den Sulfonsäureestern nur der eine mit Sauerstoff, der anderemit Schwefel verbunden ist. Dieser Constitutionsunterschied prägt sichbesonders deutlich in dem Verhalten bei der „Verseifung" durch kochendeAlkalien oder Säuren aus; nur die an Sauerstoff gebundenen Alkylrestewerden hierdurch in Form von Alkoholen abgespalten, während dieBindung des Alkylrestes an Schwefel jenen Angriffen widersteht. DieSchwefiigsäureester werden demnach vollständig zu Alkoholen und schwef-liger Säure verseift:

SO(0-C,H 6 ) + 2H,0 = SO(OH), + 2 011 -<\,M ,.aus den Sulfonsäureestern aber wird nur ein Alkylrest abgespalten:C,H 6 -SO,-0-C,H B + H 2 0 = C,H 6 -SO,-OH + OIIC 2 II, ;

e s entstehen die Sulfonsäuren, welche durch kochende Alkalien undSäuren nicht verändert werden.

Die im Vorstehenden begründete Auffassung der Sulfonsäuren istvon Wichtigkeit für die Frage nach der Constitution der schwerligsaurenSalze. Wenn Sulfonsäuren und ihre Ester aus schwerligsauren Salzendurch Austausch der Metallatome gegen Alkylreste entstehen (s. S. 222),so drängt sich die Ansicht auf, dass die Metallatome in den Sulfitenauf dieselbe Weise gebunden sind, wie die Alkylreste in den Sulfon-säureestern, d. h. dass eines derselben direct an dem Schwefelatom, dasa ndere durch Vermittelung von Sauerstoff daran haftet:

Na—SO,—ONa;

Wahrscheinlich wird auch der freien schwefligen Säure nicht die densogenannten Schwefligsäureestern entsprechende Formel OH-SO-OH,sondern die unsymmetrische den Sulfonsäureestern entsprechende Formel^"SOyOH zugeschrieben werden müssen.

Methylsulfonsäure 1 CH 3 -S0 3 H ist ein farbloser Syrup, der sichoberhalb 130° zersetzt. Ein besonderes Interesse bietet ihre 1845 von^olbe ausgeführte Synthese aus den Elementen; durch Einwirkung vonChlor auf feuchten Schwefelkohlenstoff (vgl. S. 215) erhält man dasTrichlormethylsulfochlorid CO,-'80,01:

CS 2 + 10C1 + 2H,0 = CC1 8 -S0 2 C1 + 4HC1 + SCI,.

dieses Chlorid — campherartige, leicht sublimirende Krystalle von charak-teristischem durchdringendem Geruch, welche bei 135° schmelzen undhei 170" sieden, — liefert bei der Zersetzung mit Wasser die Trichlor-öiethylsulfosäure CC1 8 -S0 8 H, welche mit 1 Mol. H 2 0 in zerttiesslichen

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