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1 (1893) Allgemeiner Theil - Verbindungen der Fettreihe
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Sulfosäuren.

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7, 1287. — 2 ° Dobbin, Journ. Soc. 57, 639. — 21 Krutzscii, Ann. 52, 317. — 22 Balard,Ann. 52, 313. — 2S Kopp, Ann. 95, 346. — M v. Oepele Ann. 132, 86. — 25 Spmsqu. Winssinger, Ber. 17, 538. — 26 Henry, Jb. 1847/48, 699. — 27 Erlenmeyer undWanklyn, Ann. 135, 150. — 28 Möslinger, Ann. 185, 59. — 29 Fridaü, Ann. 83, 16.— 30 Pieverling, Ann. 183, 349. — 31 Winssingeu, Jb. 1887, 1280. — 32 Regnault,Ann. 34, 24. — 33 vgl. ferner die Citate auf S. 214—216.

6. Sulfosäuren und Thiosulfosäuren.Die Alkylsulfosäuren (oder Alkylsulfonsäuren) C n H 2n + 1 -S0 2 #Hentstehen durch Oxydation der Mercaptane mit Salpetersäure 1 :

C 2 H 5 .SH + 0 3 = C 2 H 5 .S0 3 H;ihre Alkalisalze bilden sieh bei der Einwirkung von Halogenalkylen 2oder alkylschwefelsauren Alkalien 3 auf Alkalisulfite:

C 2 H 5 . J + K-S0 3 K = KJ + C 2 H-.S0 3 K,C 2 H 5 -S0 4 Na + Na-S0 3 Na = Na 2 S0 4 4- C 2 H 5 -S0 3 Na,

ihre Ester bei der Einwirkung von Halogenalkylen auf Silbersulfit 4 :2C 2 H 5 -J + Ag.S0 2 -OAg = C 2 H 5 -S0 2 -0-C 2 H 5 .Die Sulfonsäuren sind sehr stark saure, beständige Verbindungen;sie lösen sich sehr leicht in Wasser, sind meist krystallisirbar, aber sehrzerfliesslich. Durch Kochen mit Alkalien oder mit Säuren werden sienicht verändert. Phosphorpentachlorid erzeugt aus ihnen die Alkyl-sulfochloride 5 C„H 2n + 1 - S0 2 C1: unzersetzt siedende Flüssigkeiten,welche sich mit Wasser wieder langsam zu den Sulfosäuren, mit Alko-holen (bezw. Alkoholaten) zu ihren Estern umsetzen. Durch nascirendenWasserstoff (Zink und Salzsäure) werden die Chloride wieder zu denMercaptanen reducirt:

C 2 H 6 .S0 2 C1 + 6H = C 2 H 5 .SH + 2H 2 0 + HCl.Die Bildung der Sulfosäuren durch Oxvdation der Mercaptane imVerein mit der Rückführbarkeit ihrer Chloride in die Mercaptane zeigt,dass in ihren Molecülen der Alkylrest direct — ohne Vermittelung vonSauerstoffatomen — am Schwefel haftet. Die Bildung eines Chloridsdurch Einwirkung von Phosphorpentachlorid und die Umsetzungen diesesChlorids in die freie Säure bezw. ihre Ester zeigt die Gegenwart einerHydroxylgruppe an. Diese Hydroxylgruppe kann nicht im Alkylrestenthalten sein, da dann die Bildung aus Halogenalkylen und Sulfitenunverständlich wäre, sondern sie muss ihren Sitz am Schwefel haben.Die Constitution der freien Säuren ist demnach durch die Formel:

C n H Sn + 1 .SO,.OH,diejenige der Ester durch die Formel:

C„H 2ll + 1 .S0 2 .0-C n H 2ll + 1

1 Löwig u. Weidmann, Kopp, Ann. 35, 346.

2 Graebe, Ann. 146, 37. - Strecker, Ann. 148, 90. - Bender, Ann. 148, 96.- bOLLMANN, Ann. 148, 101. - Hemii.ian, Ann. 168, 145.

Fr. Mayer, Ber. 23, 908. » Kurbatow, Ann. 173, 7.

Carius, J. pr. [2] 2, 262.