Alkylnitrate.
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sich z. B. Amylnitrit und Methylalkohol mit einander in Amylalkoholund Methylnitrit um 1 :
C 6 H n -0-NO + CH 3 -OH = C 5 II u -OIl + CII,.()-NO.
Die Eigenschaften der einzelnen Alkylnitrite s. in der Tabelle Nr. 8 aufS. 208. Aethylnitrit und Amylnitrit finden beschränkte Verwendung inder Pharmacie.
Darstellung von Aethylnitrit 2 . Zu einer abgekühlten Mischung von 32 cemAlkohol und 32 cem Wasser giebt man 13-5 cem Schwefelsäure und verdünnt auf120 cem; diese Mischung lässt man langsam zu einer von einer Kältemischungumgebenen Lösung von 34-5 g Natriumnitrit in 120 cem Wasser flicssen. Mantrocknet den abgehobenen Ester über Chlorcalcium und reinigt ihn eventuell durchDestillation.
Darstellung von Amylnitrit 3 . Man fügt ein Gemisch von 30 Th. Schwefel-säure und 30 Th. Amylalkohol zu einer Lösung von 21 Th. Natriumnitrit in 15 Th.Wasser und destillirt.
Ester der Salpetersäure (Alkylnitrate) C„H 2ll + 1 -0-N0 3 : Die-selben entstehen bei der Einwirkung von concentrirter Salpetersäure aufdie Alkohole:
C n ll 2n + 1 -OH + OH-NO, = H 2 0 + C n Il 2n + 1 -0-N0 2 ;
es ist indessen nothwendig, die störende Wirkung der salpetrigen Säure,Welche infolge von Oxydationswirkungen der Salpetersäure auftritt (vgl.s - 20(i), zu verhindern; man setzt zu diesem Zwecke dem Gemisch vonAlkohol und Salpetersäure eine gewisse Menge von Harnstoff CO(NH 2 ) 2zu i welch letzterer die salpetrige Säure infolge der Umsetzung:
CO(NH,), + 21IN(> 2 = 311,0 + C0 2 + 2N 2
erstört. Auch durch Eintropfen der Alkohole in ein mit Eiswasser ge-holtes Gemisch von Salpetersäure mit dem dreifachen Volum concentrirterc hwefelsäure unter beständigem Umrühren können die Alkylnitrate ge-°nnen werden. — Dieselben sind bewegliche, farblose Flüssigkeiten. on angenehmem Geruch; ihr Siedepunkt liegt bedeutend höher wie der-jenige der entsprechenden Nitrite (s. die Tab. Nr. 8 auf S. 208). Angezündet"'"iien sie mit weisser Flamme; über ihren Siedepunkt erhitzt, zersetzenle sich unter heftiger Explosion; man nuiss daher bei ihrer DestillationVor siclitig verfahren und Ueberhitzung vermeiden. — Bei der Eeduction11 Zinn und Salzsäure liefern sie Hydroxyhiinin:
C,H„-0-NOj + 3H 2 = CjHb-OH + ()I1-NII 2 + H,0.
Methylnitrat: CH 8 -0-N0 9 ist eine Zeit lang für/wecke der Farbenindustrie' n grossen, Massstab gewonnen worden; seine technische Darstellung ist indess infolge"" mehreren verheerenden Explosionen wieder aufgegeben worden 4 .
1 Behtoni, Her. 16, 78C; 17c, 251; 20c, 209; 22c, 240.
Ddnstan u. D\m..\i>, Her. 21c, 515.
Rennabd, Jb. 1874, 352.4 v gl. GrsAED, Chem. Centralblatt 1875, 561.