Coffein.
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silber, C fl HAg(CH 3 ) 2 N 4 0 2 , welches mit Methyljodid erhitzt wird, erhaltenwerden. Auch aus Harnsäure, C 5 H 4 N 4 0 3 , lässt sich künstlich Coffeinerhalten. Der menschliche Organismus scheidet grössere Dosen vonCoffein zum Teil unverändert, zum Teil als Methylxanthin, Paraxan-thin und Theophyllin durch den Harn wieder ab.
Das Coffein stellt weisse, glänzende, biegsame Nadeln dar, welchesich in 80 T. Wasser, in 50 T. Weingeist und in 9 T. Chloroform lösenin Aether sind sie wenig löslich. Die wässerige Lösung ist farblos,reagiert neutral und schmeckt schwach bitter. An der Luft verliertdas Coffein einen Teil seines Kristallwassers; bei 100° wird es wasser-frei. Bei wenig über 100° beginnt es sich in geringer Menge zu ver-flüchtigen und sublimiert bei 180°; Schmelzp. 234 bis 235°. Gerbsäure-lösung erzeugt in der wässerigen Lösung einen starken, im Ueber-schusse des Fällungsmittels wieder löslichen Niederschlag. Beim Ein-dampfen einer Lösung von 1 T. Coffein in 10 T. Chlorwasser auf demWasserbade hinterbleibt ein gelbroter Rückstand, der sich bei sofor-tiger Einwirkung von wenig Ammoniakflüssigkeit schön purpurrotfärbt. Die kalt gesättigte wässerige Lösung werde durch Chlorwasseroder Jodlösung nicht getrübt, durch Ammoniakfliissigkeit nicht gefärbt:in 1 ccm Schwefelsäure und in 1 ccm Salpetersäure löse sich je 0,1 gCoffein ohne Färbung (Alkaloide). Coffein verflüchtige sich beim Er-hitzen ohne Verkohlung und hinterlasse höchstens 0,1% Rückstand.Grösste Einzelgabe 0,5g, grösste Tagesgabe 1,6g.
CoffeTnum-Natriiuii salicylicimi, CoffeTii-Natriunisalicylat,
C^H^^Oa -f 2 C (; H 4 (OH)CO()Na,Gehalt 43,8°/ 0 Coffein, wird erhalten aus 6 T. Coffein, 6 T. Natrium-salicylat und 20 T. Wasser, indem das Coffein und das Natriuinsali-cylat in dem Wasser gelöst werden und die Lösung zur Trockne ein-gedampft wird. Weisses, amorphes Pulver oder eine weisse, körnigeMasse, geruchlos, von süsslich-bitterem Geschmack, löst sich in 2 T.Wasser und in 50 T. Weingeist. Die Lösungen sind neutral oder dochnur schwach sauer. Beim Erhitzen in einem engen Probierrohr ent-wickelt ('offe.Tn-Natriurnsalicylat weisse, nach Karbolsäure riechendeDämpfe und gibt einen kohlehaltigen, mit Säuren aufbrausenden Rück-stand, der die Flammen gelb färbt. Aus der wässerigen Lösung (1 + 9)scheiden sich auf Zusatz von Salzsäure weisse, in Aether löslicheKristalle ab; Eisenchloridlösung färbe die wässerige Lösung, selbstbei starker Verdünnung (1+999), blauviolett. Beim Erwärmen vonCot'fei'n-Natriumsalicylat mit Chloroform hinterlässt die filtrierte Flüssig-keit beim Verdunsten einen kristallinischen Rückstand, die das Ver-halten des Coffeins /.eigt. Die wässerige Lösung (1+4) sei farblos;nach einigem Stehen färbe sie sich höchstens schwach rötlich. 0,1 g(loffeVn-Natriumsalicylat löse sich in 1 ccm Schwefelsäure ohne Auf-