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Chinolinbasen.
Tolysal, Tolypyrinsalicylat, C 12 H 14 N 2 0. C 7 H fi 0 3 , dem Salipyrinentsprechend, bildet farblose, bei 101° schmelzende, in Wasser schwerlösliche Kristalle.
Picrolonsänre, Nitrophenyl-Methyl-Nitropyrazolon,C 10 H 8 (NO 2 ) 2 N 2 O,in seinem Verhalten der Pikrinsäure ähnlich, dient zur Isolierung undIdentifizierung' von Alkaloiden und anderen Basen. Kleine, bei 116,5°schmelzende, gelbe, in Wasser schwer lösliche Nadeln.
Mydrol, Jodmethyl-Phenyl-Pyrazolon, wirkt in 5- bis lOprozen-tiger Lösung mydriatisch. Ein weisses, kristallinisches, bei 178 bis179° schmelzendes, in Wasser leicht lösliches Pulver.
Chinolinbasen.
Die Chinolinbasen, welche nach der allgemeinen FormelC n H 2n _ n N zusammengesetzt sind, entstehen bei der Destillationvon Strychnin, Chinin, Cinchonin und anderen Alkaloiden mitKaliumhydroxyd. Sie sind flüssige, unzersetzt flüchtige, ein-ander sehr ähnliche Basen, die in geringer Menge im Tieröl (sieheS. 578), im Steinkohlenteer sowie in anderen Produkten dertrockenen Destillation stickstoffhaltiger Stoffe vorkommen. Ambesten bekannt von diesen Basen sind: Chinolin, C 9 H 7 N, Lepi-dine, C 10 H 9 N, Cryptidine, C n H n N.
Die Chinolinbasen sind dünnflüssige, in Wasser wenig lös-liche, ohne Zersetzung destillierbare Flüssigkeiten. In Alkoholund Aether lösen sie sich leicht. Mit Säuren geben sie, ohneAbspaltung von Wasser direkt, meist kristallisierbare undin Wasser leicht lösliche Salze. Salpetersäure und Chromsäuregreifen das Chinolin, den einfachsten und am meisten bekanntenVertreter der Chinolinbasen, nur schwierig an.
Von den zahlreichen synthetischen Bildungsweisen desChinolins und seiner Derivate seien die folgenden hier erwähnt:
1. Durch Erhitzen von Anilin oder anderen Amidoverbin-dungen des Benzols und seiner Homologen mit Glycerinund Schwefelsäure (s. Chinolin, S. 585).
2. Durch Kochen von o-Toluidin mit Glyoxal und Natron-lauge :
C«H
XCH 3
4 sm,
+
o-Toluidin
0 = CH
I '0 = CH
Glyoxal
2H 2 0 + C S H 4
,CH = CH
N = CHChinolin.