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Pyridinderivate.
als Ortho- (1,2 und 1,6), Meta- (1,3 und 1,5) und Para-Verbindungen(1,4) oder als a-, ß-, /-Substitutionsprodukte bezeichnet werden. DieSubstitutionsprodukte 2 und 6, bzw. « und a' sind identisch.
CH
(?)CH
(5) HC^CH (3)
II 1(e) HC jm (2)
(ß<) HC^CH (ß)
II 1
(a') HC X CH (a)
N
N
(i)
Das Pyridin und seine Homologen lassen sich nur schwierig
durch direkte Einwirkung' von Halogenen, von Salpetersäure und von
Schwefelsäure substituieren.
«-. ß- und y-Chlorpyridhi, C 5 H 4 C1N, sind farblose, pyridinartig riechendeFlüssigkeiten.
a- und ß-Brompyridin, C 6 H 4 BrN, sind farblose, pyridinartig riechendeFlüssigkeiten.
y-Jodpyridin, C 5 H 4 JN, ist eine weisse, kristallinische, bei 100° schmel-zende Masse.
ß-Pyridinmlfosäure, C fl H 4 N.S0 3 H, erhalten durch 30- bis 40stündigesKochen von Pyridin mit konz. Schwefelsäure, bildet farblose,hygroskopische Nadeln oder Blättchen.
u-Amidopyridin, C 5 H 4 fNH 2 )N, farblose, bei 56° schmelzende Kristalle.
ß-Amidopyridin, C S H 4 (NH 2 )N, Schmelzp. 64°.
y-Amidopyridin, C B H 4 (NH 2 )N, „ 158°.
Die Oxypyridine verhalten sich den Phenolen der Benzol-reihe, und zwar besonders den Amidophenolen, analog. Siehaben sowohl basischen als auch saueren Charakter; der basischewird mit der Zahl der eintretenden Hydroxylgruppen abge-schwächt, der sauere dagegen erhöht. Die Oxypyridine entstehenleicht unter C0 2 -Abspaltung aus den Pyridincarbonsäuren (S. 577).Eisenchlorid färbt die Lösungen der Oxypyridine meist rot. DieKonstitution der Oxypyridine ist entweder die der wirklichenHydroxylderivate oder die von Ketonabkömmlingen. Letztereheissen „Pyridone".
CH=COH
C< ^N
CH=CH
a-Oxypyridin
CH-COOllf ^NH
CH = CH
a Pyridon.
Die Oxypyridine lagern sich häufig in die Pyridone um.Man kennt einige Oxyderivate sogar in beiden Modifikationen.