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Benzoe.
2. Benzol 1 , Benzoe. Das aus Siam kommende Harz einer noch nicht
festgestellten Pflanze, wahrscheinlich einer Styrax-Art, bildet flacheoder gerundete, gelblichweisse, braunrote oder gelbbraune, innenweissliche Stücke, die beim Erwärmen auf dem Wasserbade einenangenehmen Geruch, bei stärkerem Erhitzen stechend riechendeDämpfe abgeben. Wird Benzoe mit Weingeist erwärmt, filtriertund das Filtrat mit Wasser vermischt, so erhält man eine milchige,Lackmuspapier rötende Flüssigkeit. 1T. Benzoe erweicht beimErwärmen mit 10 T. Schwefelkohlenstoff; aus der farblosen Flüssig-keit krystallisiert beim Erkalten Benzoesäure aus. Wird 1 gr feingepulverte Benzoe mit 0,1 gr Permanganat und lOgr Wasser erwärmt,so darf sich auch bei längerem Stehen kein Geruch nach Bitter-mandelöl entwickeln (zimtsäurehaltige Benzoe). Der beim voll-kommenen Ausziehen von Benzoe mit siedendem Weingeist hinter-bleibende Rückstand darf nach dem Trocknen höchstens 5%betragen. Benzoe darf beim Verbrennen höchstens 2°/ 0 Rückstandhinterlassen.
3. Dammar, Dammar, ist das Harz von Shorea Wiesneri Stapf und
anderen Bäumen aus der Familie der Dipterocarpaceae. Gelblich-oder rötlichweisse, durchsichtige, tropfsteinartige, birnen- oderkeulenförmige Stücke von verschiedener Grösse, die leicht undvollständig in Chloroform und Schwefelkohlenstoff, zum Teil inAether und Weingeist löslich sind. Beim Zerreiben entsteht einweisses, geruchloses, bei 100° nicht erweichendes Pulver. Wird1 T. feingepulvertes Dammar mit 10 T. Ammoniakflüssigkeit unterUmschütteln eine halbe Stunde lang stehen gelassen und das klaroder schwach opalisierende Filtrat mit Essigsäure übersättigt, sodarf keine Trübung eintreten (Kolophonium).
4. Jalapenharz, Resina Jalapae. Grob gepulverte Jalapenwurzel 1 T.,
Weingeist 6 T. Die Jalapenwurzel wird mit 4 T. Weingeist 24Stunden unter wiederholtem Umschütteln bei 35° bis 40° aus-gezogen und dann ausgepresst. Der Rückstand wird in gleicherWeise mit 2 T. Weingeist behandelt. Die gemischten und filtriertenAuszüge werden durch Eindampfen im Wasserbade von dem Wein-geist befreit; das zurückgebliebene Harz wäscht man mit Wasser,bis dieses nicht mehr gefärbt wird. Dann trocknet man das Harzim Wasserbade unter Umrühren, bis es nach dem Erkalten zereiblicfist. Jalapenharz ist braun, an den glänzenden Bruchrändern durch-scheinend, leicht zerreiblich, riecht eigenartig und ist in Weingeistleicht löslich, in Schwefelkohlenstoff unlöslich. Eine Anreibung'von Jalapenharz mit 10 T. Wasser gibt ein farbloses Filtrat. Wird1 gr gepulvertes Jalapenharz mit 10 gr Aether 6 Stunden lang ineiner verschlossenen Flasche häufig' geschüttelt, die Mischung