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Kurzgefasstes Lehrbuch der Chemie : für Mediziner und Pharmazeuten ; organischer Teil
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Perubalsam.

Geschmack. Mit Chloroform und absolutem Alkohol gibt er klareoder schwach opalisierende Lösungen. Gleiche Raumteile. Kopaiv-balsam und Petroleumbenzin mischen sich klar. Auf weiterenZusatz von Petroleumbenzin wird die Mischung flockigtrübe.Spezifisches Gewicht 0,980 bis 0,990. Säurezahl 75,8 bis 84,2. Ver-seifungszahl 84,2 bis 92,7. Versetzt man eine Lösung von dreiTropfen Kopaivbalsam in 3 ccm Essigsäure mit zwei TropfenNatriumnitritlösung und schichtet die Lösung vorsichtig auf 2 ccmSchwefelsäure, so darf sich innerhalb einer halben Stunde dieEssigsäureschicht nicht violett färben (Gurjunbalsam). Wird 1 grKopaivbalsam auf dem Wasserbade drei Stunden lang erwärmt,so muss nach dem Abkühlen auf Zimmertemperatur ein sprödesHarz zurückbleiben (fette Oele).

3. Perubalsam, Balsamum peruvianum. Der durch Klopfen und darauf

folgendes Anschwelen der Kinde von Myroxylon balsamum (Linne)Harms, var. Pereirae (Royle) Baillon gewonnene Balsam ist einedunkelbraune, in dünner Schicht klare, nicht fädenziehende, mitgleichen Teilen Weingeist klar mischbare Flüssigkeit. Er besitzteinen eigenartigen, vanilleähnlichen Geruch und kratzenden bitte-ren Geschmack. An der Luft trocknet er nicht ein. Gehalt anCinnamei'n mindestens 56°/ 0 . Spezifisches Gewicht 1,145 bis 1,158.Verseifungszahl mindestens 224,6. Verseifungszahl des Cinnamei'nsmindestens 235. 1 gr Perubalsam muss sich in einer Lösung von3 gr Chloralhydrat in 2 gr Wasser klar lösen (fette Oele).

4. Tolubalsam, Balsamum tolutanum. Der an der Luft erhärtete Bal-

sam von Myroxylon balsamum (Linne) Harms var. yenuinum{Baillon), ist eine bräunliche krystallinische Masse, die nach demAustrocknen zu einem gelblichen Pulver zerreiblich ist. Er riechtwürzig und schmeckt wenig kratzend, ist in Weingeist, Chloroformund Kalilauge klar, in Schwefelkohlenstoff nur wenig löslich. Dieweingeistige Lösung rötet Lackmuspapier. Säurezahl 112,3 bis168,5. Verseifungszahl 154,4 bis 190,9.5. Storax. Styrax crudus, roher Storax. Der durch Auskochen undPressen der Rinde und des Splintes verwundeter Stämme vonLiquidambar orientalis Miller erhaltene Balsam, ist eine graue,trübe, klebrige, zähe, dicke Masse von eigenartigem Gerüche. InWasser sinkt roher Storax unter; dabei zeigen sich an der Ober-fläche des Wassers nur höchst vereinzelte, farblose Tröpfchen.Wird roher Storax mit wenig Wasser gekocht und das Wasserheiss abfiltriert, so scheiden sich bald nach dem Erkalten kleineKrystalle aus; beim Erhitzen der heissen Lösung mit Kaliumperman-ganatlösung und verdünnter Schwefelsäure tritt der Geruch nachBittermandelöl auf. 10 gr roher Storax geben mit dem gleichen