Destillationsprodukte des Steinkohlenteers.
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gefüllt, welche durch direkte Feuerung mit Kohlen oder Koksgeheizt werden; behufs Erzielung einer regelmässigen Destillationwird zuweilen ein Rührwerk angewendet, oder Wasserdampfeingeleitet.
Die Destillate kondensieren sich in einem eisernen Schlangen-kühler und werden meist in vier Fraktionen aufgefangen.
1. Das Leichtöl ist leichter als Wasser, siedet etwa von 80—1*0°und wird von dem anfangs stets noch übergehenden Ammoniak-wasser durch Ablieben getrennt.
2. Das Mittelöl oder Karbolöl besitzt ein dem des Wassers ungefährgleiches spez. Gewicht und siedet etwa von 170—240°. Da esneben Phenol viel Naphtalin enthält, so muss während derDestillation des Mittelöls die Temperatur des Kühlwasserserhöht werden. Mehr noch ist dies der Fall bei der folgendenFraktion.
3. Das Schweröl ist schwerer als Wasser, es siedet etwa zwischen240—270°.
4. Das Anthracenöl bildet die über 270° siedenden Anteile. Mandestilliert, solange noch Anthracen übergeht, zur Vermeidungder bei dem hohen Siedepunkt dieser Fraktion unvermeid-lichen Zersetzungen unter Einblasen von Wasserdampf oderin neuerer Zeit im Vacuum.
Als Destillationsrückstand verbleibt in der Blase Pech,Welches noch warm abgelassen wird und entweder als Hartpechverwendet wird, oder durch Zusatz der aus dem AnthracenölOiich dem Auskrystallisieren des Anthracens entfallenden Oelei« Weichpech übergeführt wird. Pech wird bei der Fabrikationder Steinkohlenbriketts verwendet. Lösungen von Pech in Abfall-ölen der Naphtalin- oder Phenolfabrikation dienen als Eisen-lack und Holzlack Pech wird ferner zu Strassenpflaster, zurFabrikation von Asphaltpapier, Dachpappe und Russ verwendet.
Das Leichtöl ist das Rohmaterial für die Gewinnung desBenzols. Zunächst wird daraus eine etwa bis 120° siedende,Wesentlich aus Benzol und Toluol bestehende Fraktion heraus-gearbeitet; das höher siedende vereinigt man mit dem Mittelöl.Die auf Benzol und Toluol zu verarbeitenden Destillate werdenbehufs Entfernung der Phenole mit Natronlauge, dann zur Ge-winnung der Pyridinbasen mit verdünnter Schwefelsäure ge-waschen. Die Pyridinbasen dienen zum Denaturieren des Brannt-weins und zum Umkrystallisieren des Rohanthracens.
Nun folgt eine Behandlung mit konzentrierter Schwefel-säure, welche die ungesättigten Kohlenwasserstoffe und dasThiophen löst, dann wird das Rohbenzol mit Wasser und Natron-(&Xjfö£^..)r^. .^W-Xy -v^< 7&h*tf*. d4L/-«4, &**t*u^~.
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