Traganth, Salep.
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als weisse, amorphe Masse aus, die durch Trocknen bei 100° glasartigwird. Bei der Hydrolyse liefert das arabische Gummi wesentlichGalaktose, bei der Oxydation mit Salpetersäure Schleimsäure.
Gummischleim ist mit Bleiacetatlösung ohne Trübung- mischbar,wird aber von Bleiessig gefällt, selbst wenn er mit Wasser soweit ver-dünnt ist, dass in 50000 T. nur noch 1 T. Gummi enthalten ist. DurchWeingeist und durch Eisenchlorid wird Gummischleim zu einer steifenGallerte verdickt. Beim Verbrennen soll arabisches Gummi nicht mehrals 5°/ 0 Asche hinterlassen.
Kirscllgummi liefert bei der Hydrolyse 1-Arabinose und wird vonSalpetersäure zu Oxalsäure oxydiert, Holxgumnii, durch Ausziehen vonBuchenholz oder von Häcksel mit Alkali und Fällen mit Säuren erhältlich,gibt bei der Hydrolyse Xylose; beide gehören also zu der Gruppe der Pento-sane (S. 339).
Tragacantha, Tragant]), ist der in Blättern oder bandartigenoder sichelförmigen Streifen erhärtete Schleim der Stämme zahlreicherAstragalus- Arten. Auszuwählen sind die aus weissen, durchscheinenden,
nur ungefähr 1—3mtn dicken und mindestens 0,5 cm breiten, gestreiften
Stücken bestehenden Sorten,
Traganth quillt beim Ueberg-iessen mit Wasser auf. GepulverterTraganth gibt mit dem öOfachen Gewicht Wasser einen neutralen,nicht klebenden, trüben, schlüpfrigen, faden Schleim, der beim Er-wärmen mit Natronlauge gelb gefärbt wird. Verdünnt man denSchleim mit Wasser und filtriert ihn, so wird der Rückstand im Filter,Wenn er mit Jodwasser betröpfelt wird, schwarzblau, das Filtrat hin-gegen darf durch Jodwasser nicht verändert werden, da sonst eineVerfälschung des Pulvers mit Stärke vorliegen würde. Wird eineMischung von 1 gr Traganthpulver mit 50 gr Wasser und 2 gr Guajak-tinktur nach ■'! Stunden blau, so liegt eine Verfälschung mit Gummiarabicum vor.
Traganth besteht aus wechselnden Mengen Bassorin, welchessich in Wasser nicht löst, sondern nur aufquillt, und wasserlöslichemGummi. Im gepulverten Zustande gibt er mit Wasser einen feinen,trüben Schleim, dessen durch Filtration getrennte, feste Anteile sichmit Jod bläuen, während die klare Flüssigkeit durch Jod nicht ver-ändert wird.
Tnbera Salep, Salepknollen, sind die während oder unmittelbar
nach der Blütezeit gegrabenen jungen Wurzelknollen verschiedenereinheimischer Orchideen, und zwar Orchis mascvla L., O. müitaris L.,O. morio L., O. ustulata L., Anacamptis pyramidalis Richard undPiatanthera bifolia Richard.
Salep stammt teils ans dem Orient, teils aus Deutschland. DieKnollen werden vor dem Trocknen gebrüht