Nitrocellulose.
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stunde auf dem Wasserbade erwärmt. Dann titriert man unter Anwendungv on Eisenalaun als Indikator den Silberüberschuss mit Vio Norm.- Khodan-ammoniumlösung zurück. Jedes verbrauchte cc '/io Norm.- Silberlösung ent-spricht 0,01312 gr Jodoform, denn:
CH.I 3 -f 3N0 3 Ag + H 2 0 = 3HN0 3 + CO + 3AgJ.
fctossypium salicylatuni, Salicylwatte, und Tela salieylata, Salicyl-
Hlull. Zur Bestimmung des Salicylsäuregehaltes werden 5 gr 5°/ 0 iger Salicyl-verbandstoff in einem Glasstöpselglase mit 100 cc Weingeist durch kräftigesSchütteln ausgezogen. 50 cc der filtrierten Lösung werden mit 5 TropfenPhenolphthalei'nlösung versetzt und mit Zehntel-Normal-Kalilauge bis zurBbtfärbung titriert. 1 cc 1 / 10 Norm.-Kalilauge entspricht 0,0138 gr Salicylsäure:
C 6 H 4 (OH).COOH + KOH = II 2 0 + C 6 H 4 (OH).COOK.
Cellulosenitrate, sog. Nitrocellulosen.
Geschichtliches. Im .Jahre 1845 beobachtete Schönlein die Bildungp?. n Nitrocellulose beim Eintauchen von Baumwolle in Salpeterschwefelsäure.|ür die Sprengtechnik wurde indess die Schiessbaumwolle erst wertvoll, als1878 Nobel sie durch Vermischen mit Nitroglycerin in die Sprenggelatineüberzuführen gelehrt hatte. Die Löslichkeit des Colloxylins in Aetheralkoholbeobachtete 1846 Menard und Floris Domonte, die dabei gewonnene Lösung,d as Collodium, wurde von Magnard und Bigeloie in den Arzneischatz ein-geführt. 1886 gab Turpin die als Melinit bezeichnete, zur Füllung vonwanaten benutzte Mischung von Pikrinsäure mit Collodiuniwolle au, bald''«rauf erfand Vieille das erste, ahnlich zusammengesetzte rauchlose Pulver.'885 nahm Chardonnet das erste Patent auf die Herstellung von Kunstseide.
Durch Einwirkung von Salpeterschwefelsäure auf Cellulose,(C 6 H 10 O 5 ) n , lassen sich auf 12 Kohlenstoffatome 2—6 Hydroxyl-w assorstoffatome durch Salpetersäurereste ersetzen. Man kennt:
<' ]3 Il 18 o K (<)N<) 2 ) 2 , Dinitrocellulose,
Triuitrocellulose,
Tetranitrocellulose,
Pentanitrocellulose,C 12 H 14 0 4 (ON02)ß, Hexanitrocellulose.
Die tatsächlichen Formeln sind Multipla der vorstehenden.Penta- und Hexanitrocellulose bilden die eigentliche, als Spreng-stoff verwertete Schiessbaumwolle, Di-, Tri- und Tetranitrocellu-lo se brennen zwar leichter und lebhafier als Baumwolle, sinda ber noch keine Sprengstoffe: sie werden als Collodiumwolleverwendet. Gelatiniert lassen sich diese schwach nitriertenCellulosen mit Kampfer oder anderen Stoffen zu CeUuloM ver-arbeiten, das zur Herstellung von Kämmen, Bällen und anderenGebrauchsgegenständen dient, aber äusserst feuergefährlich ist.
Zur Darstellung der Schiessbaumwolle wird die Nitriercentri-fu ge bei geschlossenem Säureablaufhahn mit Nitriersäure, einemGemisch aus 1 T. konz. Salpetersäure und 3T. konz. Schwefelsäure,
C, 2 ll n 0 7 (ON0 2 ) 3 ,C 12 H la 0 6 (ON0 2 ) 4!C 1 jHi S 0 6 (ON0 2 ) 6 ,