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Allylsenföl.
liegt zwischen 125 und 135°, wenn ein aus Kraut destillierter Löffel-krautspiritus vorliegt, ein aus künstlichem Löffelkrautöl gemischterSpiritus liefert bereits unter 96° schmelzenden Isobutyltlüoharnstoff.
Behufs Bestimmung des Gehaltes an sek. Butylsenföl bringt man50 cc Löffelkrautspiritus nebst 10 cc 1 / 10 Norm. Silberlösung und 5 ccAmmoniakflüssigkeit in einen 100 cc Kolben, lässt gut verschlossen24 Stunden lang unter häufigem Umschütteln stehen und füllt dannzur Marko auf. 50 cc des klaren Filtrates sollen nach Zusatz von 3 ccSalpetersäure und 1 cc Eisenalaunlösung 2,2—2,5cc VioNorin. Ammonium-rhodanidlösung bis zum Eintritt der ßotfärbung erfordern, lieber dieTheorie dieser Bestimmung vgl. S. 324. Nach den Gleichungen:
/NH.C 4 H 9SCNC 4 H 9 + NH 3 = CS
^■NH 9•NH.C 4 H 9CS +2 N0 3 Ag + 2 NH 3 = Ag 2 S + 2 N0 3 NH 4 + CN. NH. C 4 H 9
2 Sek. Butylcyanamid
verlangt das I). A. B. einen Gehalt von 0,063—0,07% Löffelkrautöl imLöffelkrautspiritus.
Allylsenföl, S=C=N.CH 2 .CH=CH 2 .
Molekulargewicht = 99,15.
In den Samen des schwarzen Senfs, Sinapis nigra und desSareptasenfs, Sinapis juncea, findet sich das Glykosid Sinigrin,Kaliummyronat, C ]0 H 16 KNS 2 O 9 , welches bei Gegenwart vonWasser durch das Ferment Myrosin in Traubenzucker, Kalium-bisulfat und Allylsenföl gespalten wird. Das myronsaure Kaliumoder Sinigrin ist ein Derivat der Iminooxythiokohlensäure,
/OH
CLSH.
I!NH
Die Senfölgährung verläuft nach der Gleichung:
O.S0 3 K
C S- C (i H,A + H 2 0 = C 6 H 12 O f , + S0 4 HK + S=C=N.C S H 5 .IjN-C 8 H 6
Sinigrin Traubenzucker Kaliumbisulfat Allylseniol
Lässt man den Vorgang bei 0° von statten gehen, so wirddabei auch eine sehr kleine Menge Rhodanallyl gebildet.
• Behufs Darstellung des Senföls aus Senfsamen werden diesedurch kaltes Pressen von fettem Oel befreit und mit dem sechs-