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Kurzgefasstes Lehrbuch der Chemie : für Mediziner und Pharmazeuten ; organischer Teil
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Magnesiuinhalogenalkyle.

enthalten, denn sie liefertsprechend der Gleichung:

C 2 H B Na

Natriumathyl

mit Kohlendioxyd Salze von Fettsäuren, ent-

CO*

= C 2 H 5 .COONa

Propionsaures Natrium.

Die Beryllium- und Magnesiurnalkgle besitzen keine Wichtigkeit,um so mehr die Magliesiumhalogenalkyle. Diese entstehen leicht hei derEinwirkung von Magnesiumspänen auf die Lösung der Halogenalkyle introckenem Aether. Dabei tritt soviel Reaktionswärme auf, dass der Aetherzum Kochen kommt und, wenn genügend Aether vorhanden ist, so geht aufein Molekül Halogenalkyl ein Atom Magnesium in Lösung. Das entstandeneMagnesiumhalogenalkyl, z.B. C 2 H s .Mg.J, Magnesiumjodäthyl, bleibt nachdem Abdestillieren des Aethers mit einem Molekül Aether verbunden zurück.Bei 150° entweicht dieser Krystalläther und es bleibt eine graue Massezurück, die in Aether nicht mehr löslich ist, mit Wasser heftig reagiert, ander Luft sich stark erwärmt und boi höherem Erhitzen sich unter Bildungvon Kohlenwasserstoffen zersetzt. Die leicht darstellbare, nicht selbstentzünd-liche ätherische Lösung der Magnesiumhalogonalkyle ist sehr reaktionsfähig.Die Magnesiumhalogenalkyle vereinigen sich mit Aldehyden, Ketonen, Kohlen-dioxyd, Carbonsänreestern u. s. w. zu Verbindungen, die, mit angesäuertemWasser zersetzt, primäre, sekundäre, tertiäre Alkohole, Alkylcarbonsäuren u.s. w.liefern. Diese Gfrignardsche Reaktion verläuft z.B. folgendermassen:

I.

CIly.Mg.Br +

CO s =

/OMgBrCO

Methylmagnesiumbromid

MJI1,

OMgBr

CO 4 H 2 0 =-MDH

MgBrOH

+ CH 3 COOHEssigsäure.

CH 8 .CHO + CH 3 Mg.I =Acetaldehyd Metbyl-

magnesium Jodid.

2(CH S ),CH. OMgJ + 21 \J ) =

(CH 8 )ijCH.OMgJ

MgJj+ Mg(OH)g + 2(CH 8 ) 8 .CH.OH

Isopropylalkohol.

III.

(CH 8 ) s CO 4- CH3.MgBr = (CII ; j) 3 C.OMgI , .i-Aceton Magnesium-

methylbromid.

2(CH 8 ),C OMgBr + 2H 2 0 = MgBr 2 + Mg(OH) s

2(CH 8 ) 8 C.OH

Trimetliylcarbinol.

Zinkmethyl, Zn(CH 3 ) 2 , aus Zink und Jodmethyl dargestellt, ist einefarblose, leicht bewegliche, stark lichtbrechende Flüssigkeit, welche bei 4bsiedet, durchdringend and widrig riecht und an der Luft sich sofort entzündet.Mit Wasser zersetzt es sich heftig zu Methan und Zinkhydroxyd, mit Jod-methyl liefert es Aethan. Mit Jod liefert es Jodmethyl und weisse Blättchenvon Zinkmethyljodid, CH 8 ZnJ, die durch weiteres Jod in Jodzink und Jod-methyl zerlegt werden. Üeber die Anwendung von Zinkalkyl zur Darstellungvon sekundären und tertiären Alkoholen, sowie von Ketonen vergl. 8. «*und 115.

Zinkäthyl, Zn(C a H 5 ) 2 , siedet boi 118°.

Qnecksilberaethyl, Hg(CH.) 8 , Siedepunkt 95°, und Quecksilber"

ätliy], Hg(C 2 lI r ,) 2 , Siedepunkt 159»," sind farblose, eigentümlich riechende,