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Kurzgefasstes Lehrbuch der Chemie : für Mediziner und Pharmazeuten ; organischer Teil
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Diazoessisrester.

Methylester: Salzsäure in Chlormethyl, Klausäure in Acetonitril verwandelt;Phenole in die Anisole, Toluidin in Methyltoluidin übergeführt. Mit Acetylenverbindet sieh das Diazomethan zu Pyrazol, mit Fumarsäuremethylester zuPyrazolindicarbonsäureester.

NDiazoessigsäureätUylester, || CH.CO().C 2 Hr,, entsteht durch

Einwirkung von Kaliumnitrit auf salzsauren Glykokollester:HCl(H 2 N)CH 2 .COOC 2 H r) + N0 2 K = KCl + 2H 2 0 + N 2 : CH. COOC.,11 ; ,Salzs. Glykokollester Diazoessigester.

Diazoessigester ist eine gelbe bei 143" siedende, sehr reak-tionsfähige Flüssigkeit. Mit Jod entsteht Dijodessigester, mitSalzsäure Chloressigester, mit Wasser Glycolsäureo-ter. Mit denEstern ungesättigter Säuren entstehen Pyrazolindicarbonsäure-ester, die beim Erhitzen Stickstoff abspalten und Trimethylen-dicarbonsäureester bilden:

COOK

COOK

CH

/ \

N = N

+

CH,

IICII.COOK

C Cll,1!Nv NH /Cl I.COOK

»azoesslgester

Aorylsäureester

Pyrazol iiidiearbonsaurees

COOK

COOK

C CIL,

= 2N

, CH CIL,

+

N N /JH. COOKNH

~ CH.COOK

Triiiiethylendicarboiisäurecster.

P. Phosphor-, Arsen-, Antimon- und Wismnt-verbindungen.

Analog wie von Ammoniak, leiten sieh vom l'hosphorwasserstoff PBjdureh Ersatz von Wasserstoff durch Alkyl die primären, sekundären undtertiären Pliosphine ab, zu denen ferner noch die quaterniireii Phos-phoniumverbindunyen kommen. Den schwach basischen Eigenschaften desPhosphorwasserstoffs entsprechend, sind die Pliosphine schwache Basen, diePhosphoniumbasen sind erheblich stärkere Basen. Wie der l'ho.sphorwasset-stoff leicht entzündlich ist, so oxydieren sich auch die Pliosphine leicht, zumTeil sind sie selbstentzündlich. Bei vorsichtiger Oxydation liefern sie Säurenoder Oxyde, die sich von der Phosphorsäure ableiten lassen.

Primäre und sekundäre Pliosphine entstehen nebeneinander beim krhitzen von Phosphoniumjodid mit Jodalkyl und Zinkoxyd. Die Salze deprimären Pliosphine werden bereits durch Wasser zerlegt und die Basekönnen von den sekundären abdestilliert werden, die man dann durch K* 'lauge in Freiheit setzen kann.