Walrat, Wachs.
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Ester hochmolekularer Fettsäuren mit hochmolekularen ein-atomigen Alkoholen kommen im Walrat und den Wachsarten vor —die Fette sind hingegen Ester des dreiwertigen Alkohols Glycerin.
Walrat, Cetaceum, ist der gereinigte feste Anteil des Inhaltesbesonderer Höhlen im Körper der Potwale, hauptsächlich des Phy.tetermacrocephalus. Walrat bildet grossblättrige, glänzende, leicht zerreib-liche Krystalhnassen, welche bei 45—50° zu einer farblosen, klarenFlüssigkeit von schwachem, nicht ranzigem Gerüche schmelzen. Dasspez. Gewicht beträgt etwa 0,943. Walrat ist löslich in Aether, Chloro-form, Schwefelkohlenstoff und in heissem Weingeist.
Der Hauptbestandteil des Walrats ist der bei 53,5° schmelzendePalmitinsäurecetylester, Cj 5 H 31 COOC ln H S3 , daneben enthält er geringeMengen Ester der Laurinsäure, Myristinsäure und Stearinsäure, ver-mutlieh mit den Alkoholen Lethal, C^H^C-H, Methai, C 14 H 29 OH undStethai, C 18 H 37 OH.
Aus der Auflösung des Walrats in Weingeist, von dem etwao0 T. für 1 T. Walrat erforderlich sind, krystallisiert er bei gewöhn-licher Temperatur allmählich wieder aus. Die von den Krystallen ab-gegossene Flüssigkeit soll weder Lakmuspapier verändern, noch, aufZusatz einer gleichen Menge Wasser, einen flockigen Niederschlaggeben (Stearinsäure, Stearin, Paraffin). Kocht man 1 gr Walrat mit■* gr gepulvertem Natriumcarbonat und 50 cc Weingeist und filtriertdie Mischung, so darf in dem Filtrate, nach dem Ansäuern mit Essig-säure, höchstens eine Trübung, nicht aber ein Niederschlag entstehen(Stearinsäure).
Cera, Bienenwachs, wird von den Arbeitern der Honigbiene,Apis mellifica, abgesondert und zum Bau der Honigwabe verwendet.Gera flava, gelbes Wachs, ist das durch sorgfältiges Ausschmelzen"er entleerten Honigwaben erhaltene Wachs. Es ist eine gelbe, körnigbrechende, bei 63—64° zu einer klaren, nach Honig riechenden Flüssig-keit schmelzende Masse. Ihr spezifisches Gewicht beträgt 0,962—0,966.Cera alba, weisses Wachs, ist das an der Sonne gebleichte, weisseoder weissliche Bienenwachs, welches bei 64° zu einer farblosen Flüssig-keit schmilzt. Das spezifische Gewicht des weissen Wachses beträgt0,966-0,970. Weisses Wachs soll nicht ranzig riechen. Das Wachsbesteht wesentlich aus Palmitinsäuremelissylester, freier Cerotinsäureu nd Melissinsäure, sowie aus (bis 14°/ 0 ) paraffinartigen Kohlenwasser-stoffen.
Zur Bestimmung des spez. Gewichts des Wachses verfährt manf °lgendermassen:
Mischt man 2 T. Weingeist-mit 7 T. Wasser, lässt diese Flüssigkeitbei 15° stehen, bis alle Luftblasen daraus verschwunden sind, undbringt kleine Kugeln von Wachs hinein, so sollen diese in der Flüssig-keit schweben oder doch zum Schweben gelangen, wenn durch Zusatz