Ester organischer Säuren.
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grenze nicht erheblich. Bei der Verseifung der Ester wirkenSäuren lediglich katalytisch, denn diese erfolgt nach derGleichung:
CH 8 COOCjHg + H 2 0 = CH 3 COOH + C 2 H 5 OH.
Der Zusatz der Säure erhöht also die Verseifungsgeschwindig-keit gegenüber reinem Wasser. Weit grösser ist aber die Ver-seifungsgeschwindigkeit bei Anwendung der Basen; bei diesenist ferner die Verseifungsgeschwindigkeit abhängig von derGrösse der elektrolytischen Dissoziation. Ammoniaknüssigkeit ver-seift viel langsamer, als eine äquimolekulare Lösung von Kalium-oder Natriumhydroxyd. Die Geschwindigkeit der Esterverseifungist proportional der Konzentration der vorhandenen Hydroxylionenbezüglich Wasserstoffionen. Die Bestimmung dieser Verseifungs-geschwindigkeit kann man daher benutzen, um den Grad derHydrolyse bei Salzen, wie Cyankalium, Borax, den Alkali-carbonaten oder um die Wasserstoffionisation bei sauren Salzen,w ie Kaliumbisulfat zu messen.
Bei der Kalk verseifung der Fette (S. 84) erzielt man voll-ständige Verseifung, obwohl man bei weitem nicht ein Aequi-v alent Säure verwendet, weil die höheren Fettsäuren sehr schwacheSäuren sind. Deshalb sind ihre Salze weitgehend hydrolytischgespalten und die Flüssigkeit enthält trotz des Ueberschussesa Q freier Fettsäure stets freies Alkali, d. h. llydroxylion, welchesdie Verseifung bewirkt.
Die kohlenstoffärmeren Glieder der Ester sind farblose,ne utrale, unzersetzt siedende Flüssigkeiten, die kohlenstoff-reicheren sind fest, krystallinisch. Viele besitzen einen an-genehmen eigentümlichen Geruch. In Wasser sind sie wenigJöslich, leicht lösen sie sich in Alkohol, Aether, Chloroform undätherischen Oelen.
A meisensäureäthylester, HCOOC 2 H 5 , siedet bei 55° und dient als Rum-
ttther.E8 8lg8&uremethylester, CH 8 COOCH 8 , siedet bei 57,5°. Es findet sich im
rohen Hokgeist.*j 88l S*<äureäthylester siehe unten.Essigsäureisoamylester, CHjCOOCgHu, aus GÄhrungsamylalkohol, siedet bei
148°. Er dient als Birnenäther, pear oil.Bnttersänreäthylester, Ananasather, CH 3 CH 2 .CH 2 COOC 2 H,, siedet bei
120,9".
Isovaleriansaureisoamylester, Apfelätlier, C 4 H 9 COOC 5 Hu, siedet bei188°.
Äokosätlier, Cognacäther, ist ein Gemenge der Aethylester der aus Kokosöldurch Verseifen erhaltenen Fettsäuren.Partheil, Organische Chemie. 16