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Kurzgefasstes Lehrbuch der Chemie : für Mediziner und Pharmazeuten ; organischer Teil
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Glycerinphosphorsäure, Lecithine.

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Phosphorsäureäthylester, PO(OC 2 H 6 ) 3 , siedet bei 211° und entstehtaus Silberphosphat und Jodäthyl:

P0 4 A gll +

3C 2 H 5 J = 3Ag.TCIL,. OH

trlycerinpliospliorsäure, CH. OH

+ PO(OC 2 H 5 ) 3 .

eine zweibasische,

CH 2 .O.PO(OH) 2ziemlich unbeständige syrupförmige Säure, ist ein Spaltungs-Produkt der Lecithine. Künstlich erhält man die Glycerin-phosphorsäure durch Digestion von möglichst wasserfreiemGlycerin mit Metaphosphorsäure und Reinigen über das Baryum-oder Calciumsalz. Aus diesen Salzen lassen sich andere Salzedurch Umsetzen mit den Carbonaten oder Sulfaten gewinnen.

Calciumglycerinphosphat, C s H B (OH) 2 OP0 3 Ca + H 2 0, ist ein weisses,in 30 T. kaltem Wasser lösliches Pulver. Diese alkalisch reagierendeLösung scheidet beim Erhitzen Krystallblättchen des in siedendemWasser weniger löslichen Salzes aus.

Lithiumgrlycerinphosphat, C 8 H 5 (OH) 2 OP0 8 Li 2 , ist ein weisses,krystallinisches, in 3 T. Wasser mit alkalischer Eeaktion lösliches Pulver.

Lecithine sind im Tierorganismus verbreitete Abkömmlingeder Glycerinphosphorsäure. Sie finden sich im Gehirn, in denNerven, im Eigelb, aber auch in Pflanzensamen. Die Lecithinesind wachsähnliche, in Alkohol und Aether leicht lösliche Stoffe.In Wasser quellen sie auf und geben opalisierende Lösungen,a us denen durch Salze das Lecithin wieder gefällt wird. Siesind aufzufassen als Glycerinphosphorsäure, deren alkoholischeHydroxyle durch Fettsäuren, und deren eines Säurehydroxyldurch Cholin verestert sind:

CH 2 .O.CO.C 17 H 35

i

OH

H.O.COC 15 H 31OHCH 2 .O.P=0

vO.CH 2 .CH 2 .N(CH 3 ) 3Stearinpalmitinsäurelecithin.

Die Lecithine vermögen mit Säuren und mit Basen SalzeZn - bilden. Durch Kochen mit Barytwasser werden sie in Cholin,Glycerinphosphorsäure und Fettsäuren gespalten. Man kenntauch ein Distearinsäure- und ein Diölsäurelecithin.

6. Kohlensäureester.

Die Ester der Kohlensäure leiten sich von der hypothe-tischen Orthokohlensäure, C(OH) 4 , teils von der ebenfalls hypo.-