CH 8 .CO.CHNa.COü('.,ll,
CH„.CO.CHNa.COOC 2 H 5
Natriumacetessigester
Halosenvei'bindung'cn der Säureradikale. 223
CH 8 .CO.CH.COOCjH 8
+ 2J = 2NaJ +
CH 3 .CO.CH.COOC 2 H 5
Diacetylbernsteinsäure-ester.
J. Halogenverbindungen der Säureradikale.
Die Halogenverbindungen der Säureradikale leiten sichdadurch von den Säuren ab, dass in diesen Säurehydroxyldurch Halogen ersetzt wird.
Die Chloride und Bromide entstehen, wenn man die ent-wässerten Säuren oder deren Alkalisalze auf Phosphortrichloridoder Phosphorpentachlorid bezüglich die entsprechenden Brom-verbindungen einwirken lässt:
CH 8 .COOH + PC1 5 = POCl 3 + HCl + CHg.COClEssigsäure Acetylchlorid.
Die Jodide erhält man aus Phosphortrijodid mittels derSäureanhvdride:
3 CH 8 CCk 0
ClI,CO/ U
2PJ,
P 8 0.
+ 6CH3COJEssigsäureanhydrid Acetyljodid.
Die Halogenverbindungen der Säureradikale sind spezifischschwere, stechend riechende, an der Luft rauchende, meist unzer-setzt destillierbare Flüssigkeiten. Durch Wasser werden sie inSalzsäure und die zugehörige Säure zurück verwandelt:
CHg.COCl +
H 2 0
HCl
Essigester.entstehen die Säure-
f- CH3.COOHAcetylchlorid Essigsäure.
Mit Alkohol setzen sie sich zu Estern, mit den Salzen der»äuren zu Anhydriden, mit Ammoniak zu Säureamiden um:
CHjCOCl + C 2 H 6 OH = HCl + CH 3 .COOC 2 H 5Acetylchlorid Aethylalkohol
Durch Behandeln mit CyansilberCyanide:
CH a COCl + AgCN = AgCl
Acetylchlorid
Aetzalkalien und Wasser spalten die Säurecyanide in Blau-säure und die zugehörige Säure:
CH 3 COCN + H,0 = HCN + CH 3 COOHAcetylcyanid Blausäure Essigsäure.
Dagegen führt starke Salzsäure die Cyangruppe in dieCarboxylgruppe über, es entstehen also Ketonsäuren:
CHgCOCN + HCl + 2H 2 0 = NH 4 C1 + CH 3 COCOOH
Acetylcyanid Iirenztraubensäure.
+
CH3COCN
Acetylcyanid.