Trional, Tetronal.
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2. 26 T. äthylthioschwefelsaures Natrium, 5 T. Aceton und 50 T.alkoholischer Salzsäure lässt man in einem geschlossenen Gefäss beigewöhnlicher Temperatur oder in gelinder Wärme stehen, scheidetdann das Merkaptol mit Wasser ab und oxydiert es mit Permanganatz u Sulfonal. Durch Einwirkung der Säure auf das Buntesche Salz«ntsteht Merkaptan:
C 2 H 5 S.S0 2 .ONa +
S0 4 NaH + C 2 H 5 SH,
Welches dann wie in 1. weiter reagiert.
3. Sulfonal entsteht ferner aus Aethylidendiäthylsulfon, CH 3 CH
(S0 2 C 2 H 5 ) 2 , welches durch Oxydation von Aethylidenmerkaptal erhalten
wj rd. In den Sulfonen der Merkaptale ist der Wasserstoff der GH-Gruppe
durch Alkalimetall ersetzbar. Lässt man auf diese Metallderivate
Jodalkyl einwirken, so entstehen Sulfonale:
CH 3 CH(S0 2 C 2 H 5 ) 2 + NaOH = H 2 0 + CH B CNa(S0 2 C 2 H s )oAethylidendiäthylsulfon Natriumäthylidendiäthylsulfon.
CH 3 .CNa(S0 2 C 2 H 5 ) 2 + CH 3 J = NaJ + (CH 3 ) 2 C(S0 2 C 2 H 6 ) 2■Natriumäthylidendiäthylsulfon Sulfonal.
Sulfonal, Sulfonalum, bildet färb-, geruch- und geschmacklosePrismatische Krystalle, welche bei 125—126° schmelzen. Sulfonal löstsich in 500 T. kaltem, in 15 T. siedendem Wasser, in 65 T. kaltem, inT. siedendem Weingeist, sowie in 135 T. Aether. Die Lösungenreagieren neutral. Erhitzt man 0,1 gr Sulfonal mit gepulverter Holz-kohle im Probierrohr, so tritt Reduktion ein und infolgedessen tritt^er charakteristische Merkaptangeruch auf.
Beim Lösen von Sulfonal in siedendem Wasser (1 = 50) soll sichl, gend ein Geruch nicht entwickeln (Merkaptol). Diese wässrige LösungS °H, nach dem Erkalten filtriert, weder durch Baryumnitrat-, nochdurch Silbernitratlösung verändert werden, also weder Sulfate nochChloride enthalten. 1 Tropfen Kaliumpermanganatlösung soll durch10 c c dieser Lösung- (1 = 50) nicht sofort entfärbt werden (Merkaptol).'1 gr Sulfonal soll nach dem Verbrennen einen wägbaren Rückstandnicht hinterlassen.
Trional, Trionalum, Methylsulfoiialuiu, ^ XXSO ä C 2 H 5 ) 2 , wirda »8 Methyläthylketon wie Sulfonal dargestellt. Man erhält es in farb-losen, glänzenden geruchlosen Krystalltafeln, die bei 76° schmelzenu ud sich in 320 T. kaltem Wasser, leichter in heissem Wasser, leichtl n Alkohol und Aether lösen. Die wässrige Lösung schmeckt bitterUnd reagiert neutral.
Tetronal, Tetronalum, (C 2 H 6 ) 2 C(S0 2 C 2 H 6 ) 2 , aus Diälhylketon wieSulfonal dargestellt, bildet farblose, glänzende, geruchlose Krystall-^ fe 'n und Blätter, die bei 85° schmelzen und sich in 450 T. kaltemWasser, leichter in heissem, leicht in Alkohol und ziemlich leicht mAß ther lösen. Die wässrige Lösung ist geschmacklos und reagiert neutral.
Trional und Tetronal werden wie Sulfonal geprüft.