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Sulfonal
= H 9 0
HoO
CH 3 . CH(S. 02^15)2Aethylidenmerkaptal.
(CH 3 ) 2 .C.(S.C 2 H 5 ) 2Acetonäthylmerkaptol.
Alkohol und 22 gr Bromäthyl in einer Druckflasche im Wasser-bade erhitzt. Durch Mineralsäuren zerfallen die alkylthioschwefel-sauren Salze in Merkaptan und Alkalibisulfat:
C 2 H5S.S0 2 .ONa + H 2 0 = HO.S0 2 .ONa + C 2 H 5 SHAethylthioschwefelsaures Natriumbisulfat Aethyl-
Natrium merkaptan.
Mit Aldehyden und Ketoneu verbinden sich die Merkaptanezu Merkaptalen und Merkaptolen :CH 3 CHO + 20,0*. SH
Acetaldehyd Aethylmerkaptan
CH3.CO.CH3 + 2C 2 H 5 .SH =Aceton Aethylmerkaptan
Durch Oxydation mit Kaliumpermanganat gehen die Mer-kaptale und Merkaptole in Sulfone über, von denen Sulfonal,Trional und Tetronal unser Interesse beanspruchen.
Spuren von Merkaptanen entstehen beim Kochen von Ge-müsen, wie Kohl, Teltower Rübchen, Spargel, mit Wasser undfinden sich nach dem Genuss dieser Stoffe im Harn.
Methylmerkaptan, CH 3 .SH, entsteht bei der Fäulnis von Leimund Eiweiss und findet sich daher in geringer Menge in denDarmgasen und Exkrementen, nach Spargelgenuss auch im Harn.Es siedet bei +6°.
Aethylmerkaptan, C 2 H 5 .SH, wurde 1834 von Zeisa dargestellt,siedet bei 36° und hat das spez. Gewicht 0,829 bei 20°.
n-Butylmerkaptan, C 4 H 9 .SH, siedet bei 98° und findet sich indem Analdrüsensekret des Stinkdachses, Mydäus Morchei Huet.
Sulfonal, Diäthylsulfondimethylmethan, (CH 3 ) 2 C(S0 2 .C 2 H 5 ) 2 .
Molekulargewicht = 228,28.
Geschichtliches. Sulfonal ist von Baumann entdeckt. In denArzneischatz führte es 1888 Kant ein. Trional und Tetronal wirken ahnlichwie Sulfonal, während Acetondimethylsulfon, (CH 3 ) 2 C(S0 2 CH S )2, welcheskeine Aethylgruppe enthält, nicht mehr hypnotisch wirkt.
Darstellung'. 1. 2 T. Aethylmerkaptan und 1 T. Aceton werdengemischt und mit trocknem Chlorwasserstoff gesättigt. Alsbald scheidetsich Wasser ab und es entsteht Acetonäthvhnerkapto).
(CH,1jCO + 2C 2 H 5 SH = H 2 0 + (CH 3 ) 2 C(S.C 2 H 5 )2.
Das Acetonäthylmerkaptol wird mittels Scheidetrichters von derSalzsäure abgetrennt, mit Wasser, dann mit verdünnter Natronlaugegewaschen und schliesslich in verdünnt essigsaurer Lösung mit Kalium-permanganat zu Sulfonal oxydiert:
(CH 3 ) 2 C(S.C 2 H 5 )2 + 40 = (CH 3 \,C(S0 2 .C2H,) 2 .Acetonäthylmerkaptol Sulfonal.