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Alkoholdarstellung:.
Säuren verzuckert werden, diese Methode ist aber für den vor-liegenden Zweck weniger gebräuchlich. Das Verzuckerungs-produkt ist dabei wesentlich Traubenzucker und Dextrin. Dieauf Gährtempcratur abgekühlte Maische bringt man dann in dieGährbottiche, in denen sie mit reinkultivierter Hefe vergohrenwird. Die vorgohrenc Maische liefert bei der Destillation denRohspiritus, während als Rückstand die Schlempe in der Destillier-blase verbleibt. Moderne Einrichtungen, wie die in Fig. 13dargestellte, liefern direkt einen etwa 96°/ 0 igen, fast fuselfreienBranntwein. Der Rohspiritus wird zur Umwandlung in Feinspritauf etwa 50°/ 0 mit Wasser verdünnt, mit frisch geglühter Holz-kohle behandelt und in besonderen Raffinerien — Spritfabriken —,in Kolonnenapparaten rektifiziert. Dabei resultiert ausser demFeinsprit ein Vorlauf, der wesentlich aus Acetaldehyd bestehtund etwas Acetal und Cotronaldehyd enthält, und ein Nachlauf,das Phlegma oder Fuselöl, welches sich aus Amylalkoholenmit etwas Propyl-, Norm.-Isobutyl- und tertiärem Butylalkoholzusammensetzt.
Statistisches. Im Jahre 1901/02 wurden im Deutschen Reich4239000 hl reiner Alkohol produziert. Dazu wurden 34,5 Millionen Doppel-zentner mehlige Stoffe (Kartoffeln, Getreide, Malz u. s w.), 323000 Doppel-zentner Melasse und 1,3 Millionen hl andere Materialien, wie Tröster, Kern-obst, Beerenfrüchte, Brauereiabfälle. Hefen, Wurzeln, Wein, Obstwein, Stein-obst u. s. w. vorarbeitet.
Der Feinsprit des Handels enthält 95— 96°/ 0 Alkohol undbesitzt ein spez. Gewicht von 0,806—0,81. Aus dem Feinsprit wirdder absolute Alkohol des Handels in folgender Weise gewonnen.
In einer mit Dampf heizbaren Destillierblase übergiesstman 1 T. frischen gebrannten Kalk in haselnussgrossen Stückenmit 3 T. Feinsprit, erwärmt einige Stunden auf 60—70", lässt12 Stunden einwirken und destilliert dann den Alkohol ab. Dieersten Anteile pflegen etwas wasserhaltig zu sein, sie werdendeshalb gesondert aufgefangen. Bei der Destillation ist derZutritt von Luftfeuchtigkeit zu dem Destillat auszuschliessen.Der rückständige Kalk enthält noch reichliche Mengen Alkohol,den man in verdünntem Zustande gewinnen kann, indem mannach Zusatz von etwas Wasser nochmals destilliert.
Der absolute Alkohol des Handels enthält noch bis zul°/o Wasser. Will man ihn ganz wasserfrei erhalten, so löstman etwas in feine Scheiben geschnittenes oder zu Draht ge-presstes Natrium in dem mit Kalk möglichst entwässerten Alkoholund destilliert ihn unter Abschluss der Luftfeuchtigkeit.
Eigenschaften. Alkohol in gänzlich wasserfreiem Zu-stande ist eine leicht bewegliche farblose Flüssigkeit, welcheeinen schwachen, eigenartigen Geruch besitzt, bei 78,3° unter