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Acthvlalkohol.
verunreinigt. Zur Reinigung verwandelt man ihn in den gutkrystallisierenden Oxalsäureester, aus dem er durch Verseifenleicht wieder abgeschieden werden kann.
Eine andere Quelle für die Gewinnung von Methylalkoholbildet das Wintergreenöl, Oleum Gaultheriae, welches neben 10°/ 0eines Kohlenwasserstoffes Ci 0 H lfi etwa 90°/ 0 Salicylsäuremethyl-ester enthält.
Der Methylalkohol kann behufs Beseitigung von Wassernicht mit Chlorcalcium behandelt werden, weil dieses mit Krystall-methylalkohol, CaCl 2 + 4CH 3 OH, krystallisiert. Man trocknetihn mit gebranntem Kalk oder mit geglühter Pottasche.
Methylalkohol ist eine leicht bewegliche, farblose, reingeistig riechende Flüssigkeit. Er ist leicht entzündlich undbrennt mit bläulicher, wenig leuchtender Flamme. Er siedetbei 67°, schmilzt bei —94° und besitzt das spez. Gewicht 0,796bei 20°. Mit Wasser, Alkohol und Aether mischt er sich injedem Verhältnis.
Bei der Oxydation liefert er Formaldehyd, Ameisensäureund endlich Kohlensäure.
Roher Methylalkohol dient als Denaturierungsmittel für denBranntwein.
Aethylalkohol, Aetlianol, Weingeist, CH 3 _CH 2 . OH.Molekulargewicht = 46,06.
Geschichtliches. Alkoholhaltige Getränke waren schon im Altertumin Gebrauch. Im 8. Jahrhundert scheinen Araber und Egypter verdünntenAlkohol aus Wein destilliert zu haben. Stärkeren Alkohol wendete im 13. Jahr-hundert Jtaimundus Lullus als Arzneimittel an. Die Entwässerung mittelsPottasche lehrte im 15. Jahrhundert Basilius Valentitms. Die Darstellungdes absoluten Alkohols fanden 1796 Lowitz und gleichzeitig Richter. 1787gab Lavoisier die qualitative Zusammensetzung des Weingeistes an, diequantitative wurde 1814 von Sau.s.sure ermittelt.
Vorkommen. Aethylalkohol findet sich in den jungen Früchten einigerHeracleumarten und verwandter Pflanzen, im ätherischen Kosenöl, in kleinerMenge auch im rohen Holzgeist, im Steinkohlenteer, im Tieröl, im Humus,im frischen Brot, im Harn der Diabetiker und im nicht pathologischen Harnnach reichlichem Genuss alkoholischer Getränke. In Spuren hat man ihn imRegenwasser nachgewiesen. Ester des Aethylalkohols kommen ebenfalls imPflanzenreich vor.
Für die praktische Gewinnung des Alkohols und alkohol-haltiger Getränke kommt ausschliesslich die Gewinnung ausKohlehydraten durch die alkoholische Gährung in Betracht. Nurwenige Kohlehydrate sind direkt gährungsfähig, z. B. Trauben-zucker, Frachtzucker; andere, wie Stärke und Rohrzucker müssenerst unter Wasseraufnahme in gährungsfähige Zucker übergeführtwerden. Diese Hydrolyse der Kohlehydrate kann bewirkt werden