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Bromoform.
Silbemitratlösung' geschichtet, eine Trübung- hervorrufen würde.Beim Schütteln von Chloroform mit Jodzinkstärkelösung würde vor-handenes freies Chlor diese, bläuen oder jenes färben. Phosgen würdesich durch den Geruch, besonders nach dem Verdunsten des Chloro-forms auf Filtrierpapier, erkennen lassen. Phosgen liefert ferner aufZusatz von etwas Anilin eine Trübung durch Bildung von Diphenyl-
harnstoff. CCK^'^H 5 - 20 cc Chloroform sollen bei häufigem Schiit-
teln mit 15 cc Schwefelsäure in einem 3 cm weiten, vorher mit Schwefel-säure gespülten Glase mit Glasstöpsel innerhalb einer Stunde dieSchwefelsäure nicht färben. Das wäre der Fall, wenn Aethylenchlorid,gechlorte Aethane, Amylverbindungen vorhanden wären.
Chloroform Pictet und Salicylidchloroform haben vor gutenHandelsmarken keine Vorzüge, dagegen den Xachteil eines wesentlichhöheren Preises (Pharm. Zentralh. 1894, 11; 19).
Chloralchloroform, Chloroforinium e Chloralo hydrato, ist vondem Chloroform des Arzneibuches nicht zu unterscheiden und wiedieses zu prüfen.
Chloroformwasser, Aqua Chloroformii, wird aus 1 T. Chloroformund 200 T. Wasser hergestellt.
Bromoform, Tribrominethan, CHBr.,.Molekulargewicht = 252,89.
Bromoform kann man analog dem Chloroform aus Alkoholoder Aceton und Bromkalk, aus Bromal und Alkali oder durchElektrolyse einer acetonhaltigen Bromkaliumlösung erhalten.Eeines Bromoform schmilzt bei 7,8°, siedet bei 151 ° und besitztbei 15° das spez. Gewicht 2,904.
Darstellung. In einen mindestens 2 Liter fassendenKolben mit langem Hals bringt man 71,5 gr Bromkalium, 150 ccWasser und 12 gr Aceton. Man mischt dazu eine Anreibungvon 60 gr Chlorkalk von 35°/ 0 wirksamem Chlor mit einer ge-nügenden Menge Wasser, fügt einige kleine Glasscherben undein erbsengrosses Stück Paraffin hinzu, verbindet den Kolbeneinerseits mit einem Liebigsehen Kühler, andererseits mit einen)Dampfentwickler und destilliert im Wasserdampf ström. Bromo-form geht mit den Wasserdämpfen über und scheidet sich inder Vorlage als schwere Schicht ab. Die Masse schäumt stark-Wenn kein Bromoform mehr übergeht, lässt man auf 40—50"abkühlen, fügt nochmals 60 gr Chlorkalk und 6 gr Aceton hinzu,destilliert wieder, lässt abkühlen und kann in dieser Weise nochzweimal obige Menge Chlorkalk und Aceton hinzufügen.