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Kurzgefasstes Lehrbuch der Chemie : für Mediziner und Pharmazeuten ; organischer Teil
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Diacetvlene, Haloaenderivate der Ethane.

Piperylen, a-Methylbutadißn, CH,=CH_CH=CH.CH 3 , Siedepunkt 42°, undConylen, l,4-Octadi?n, CH 2= CH-CH 2 _CH=CH_CH 2 .CH 2 .CH 3 , Siedepunkt

126°, entstehen in analoger Weise aus Piperidin bezüglich Coniin.Isopren, /?-Methylbutadien, CH 2 =CH_X(CH 3 )=CH 2 , Siedepunkt 35°, wird

durch trockene Destillation aus dem Kautschuk erhalten. Es ist ein

Hemiterpen, und polymerisiert freiwillig in Dipenten oder weiter in

Kautschuk.Diallyl, 1,5-Hexadien, CH 2 =CH._CH 2 _CH 2 _CH=CH 2 , entsteht aus Allyljodid

und Natrium und siedet bei 59°.

5. Diacetylene, C n H 2n -B.

Von den Diacetylenen beanspruchen das Dipropargyl und das Dimothyl-diacetylen unser Interesse, weil sie isomer sind mit dem Benzol.Dipropargyl, CHeC_CII 2 CH 2 _CsCH , aus Uiallyltetrabromid und Kalilauge,

ist eine durchdringend riechende, bei 85° siedende Flüssigkeit, welche

8 Atome Brom zu addieren vermag.Diniethyldlacetylen, CH 3 .CsC_C=C.CH 3 , aus Allylenkupfer gewonnen,

schmilzt bei 64° und siedet bei 130°.

B. Ilalogenderivate der Kohlenwasserstoffe.

Die Halogene wirken auf die gesättigten acyklischen Kohlen-wasserstoffe substituierend, auf die ungesättigten addierend ein.Hei der Substitution entstellt zunächst ein Monohalogenderivat undHalogen Wasserstoff:

CH 4 + 2C1 HCl + CH 8 C1

Methan Chlor Chlorwasserstoff Methylchlorid.

Die Reaktion schreitet aber rasch weiter, so dass praktischein Gemenge von Halogenderivaten entsteht, welches dann durchFraktionierung getrennt werden muss.

Die Mon.ohalogensubstitutionsprodukte der Ktliane, Halogen-alkyle, welche man auch als Halogenwasserstoffsäureester dereinwertigen Alkohole auffassen kann, entstehen bei der Ein-wirkung von gasförmigem Halogenwasserstoff auf die Alkohole:

CH s .OH + HCl = H 2 0 + OHgCl

Methylalkohol Methylchlorid.

C 2 H 5 .OH + HBr = H 2 0 + C 2 H 6 Br

Aethylalkohol Aethylbromid.

Man erhält sie ferner bei der Einwirkung der Alkohole aufdie Halogenverbindungen des Phosphors:

3C 2 H 5 OH + PJ 3 = P0 3 H 3 + 3C 2 H 6 J

Aethylalkohol Phosphortrijodid Phosphorige Säure Aethyljodid.

Phosphortrichlorid reagiert nicht in diesem Sinne, sondern bildet Phos-phorigsäureester.