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Olefine.
2. Olefine, Alkylene, Alkene, C n H 2n .
Die Kohlenwasserstoffe der Olefinreihe unterscheiden sichvon den Grenzkohlenwasserstoffen durch einen Mindergehalt vonzwei Wasserstoffatomen, der dadurch bedingt ist, dass in ihnenein Paar Kohlenstoffatome mit Doppelbindung vorhanden ist.CH 3 _CH 3 CH 2= CH 2
Aethan Aethylen.
Das Vorhandensein der Doppelbindung charakterisiert sicherstens durch die Eigenschaft dieser Stoffe, 2 Atome Wasserstoff,2 Atome Halogen, 1 Molekül Halogenwasserstoff, 1 Molekül Schwefel-säure oder unterchlorige Säure additiv aufzunehmen und dadurchin Derivate der gesättigten Kohlenwasserstoffe überzugehen. Zwei-tens vermögen Stoffe mit Aethylen-Doppelbindung bei vorsich-tiger Oxydation mit verdünnter Permanganatlösung zwei Hydroxylezu addieren, sie verhalten sich also, als ob sie Wasserstoffperoxydaddierten; bei energischer Oxydation findet oft Aufsprengung desKohlenstoffkernes an der Stelle der Doppelbindung statt. DiesesVerhalten illustrieren die folgenden Formeln:
CH2--GH2Aethylen
CH2-CH2
Aethylen
CK2=Cfl2
Aethylen
Cxl2=CH2
AethylenCH 2 =CH 2Aethylen
C 11 2 =CH 2Aethylen
+ 2H =
Wasserstoff
+ 2Br =
Brom
+ Hlir =
Brom Wasserstoff
+ S0 4 H 2 =Schwefelsäure
+ ClOHUnterchlorigeSäure+ HO_OH =r.
CHg-CHj
Aethan.CH 2 Bv_CH 2 Br
Aethylenbromid.CH 8 -CH 2 BrAethylbromid.
CHj-CHjh-O.SOj.OH
Aethylschwefelsäure.
CHgOH-CHgCl
Aethylen-monochlorhyrtrin.CH 2 OH_OH 2 OHAethylenglykol.
Drittens vermögen die Olefine, das Aethylen selbst aus-genommen, leicht zu polymerisieren.
Olefine entstehen bei der trockenen Destillation hochmole-kularer Kohlenstoffverbindungen und finden sich daher im Stein-kohlengas und den Teerölen. Ihr Vorkommen im Erdöl undErdwachs ist zweifelhaft.
Olefine entstehen:
1. Bei der Einwirkung von alkoholischem Kali auf Ha-logenalkyl:
CH 3 _CH 2 Br + KOH = KBr + H 2 0 + CH 2= CH.,Bromäthyl Aethylen.
2. Bei der Destillation einatomiger Alkohole mit wasser-entziehenden Mitteln, wie konz. Schwefelsäure, Chlorzink, Phosphor-