Quantitative Elementaranalyse.
bei der quantitativen Bestimmung sämtlicher übrigen Bestand-teile eines Stoffes erheblich weniger als 100°/ 0 erhalten werden.
Die übrigen Elemente, welche etwa in einer organischenVerbindung vorkommen, findet man, wenn nötig nach vorauf-gegangener Oxydation des Stoffes, mittels der in der qualitativenMineralanalyse gebräuchlichen Methoden.
Quantitative Analyse. Bei der quantitativen Analyse organi-scher Stoffe, um deren Ausbildung sich besonders Liebig ver-dient gemacht hat, werden Kohlendoff und Wasserstoff meist ineiner Operation mit Hülfe der sogenannten Elementaranalysebestimmt. Den dazu gebräuchlichen Apparat zeigt Fig. 1.
Besteht der zu untersuchende Stoff nur aus Kohlenstoff,Wasserstoff und Sauerstoff, so verfährt man folgendermassen.Das beiderseits offene Verbrennungsrohr a b (Fig. 2) aus schwerschmelzbarem Glase wird von f bis f mit gekörntem Kupfer-oxyd beschickt, oder man füllt diese Strecke des Rohres mitRollen aus Kupferdrahtnetz an, die man durch Erhitzen im Luft-oder Sauerstoffstrom oxydiert. Das Kupferoxyd wird durch dieAsbestpfropfen c festgehalten; d ist ein Schiffchen von Platinoder Porzellan, welches die abgewogene Substanz enthält, c einekleine oxydierte Kupferdrahtnetzrolle. Das Rohr wird in demVerbrennungsofen (Fig. 1) erhitzt, während gleichzeitig ein in
Fig. 2.
den vorgelegten Trockenapparaten von Feuchtigkeit und Kohlen-säure befreiter Luft- oder Sauerstoffstrom das Ruhr durchstreicht.Durch diesen Gasstrom werden die bei der Verbrennung derSubstanz entstehenden Mengen Wasser und Kohlendioxyd in dievorgelegten gewogenen Absorptionsapparate geführt, von denender erste mit Chlorcalcium oder mit konzentrierter Schwefelsäurez ur Aufnahme des Wassers, die beiden folgenden mit Kalilauge«der Natronkalk zur Absorption der Kohlensäure beschickt sind.Den Schluss bildet ein nicht gewogenes, mit Chlorcalcium undNatronkalk beschicktes Sicherheitsrohr, welches den Zutritt vonFeuchtigkeit oder Kohlensäure aus der Luft zu den gewogenenAbsorptionsapparaten verhindern soll. Hat man im Sauerstoff-strom verbrannt, so muss zuletzt der Sauerstoff aus den Ab-sorptionsapparaten durch trockene kohlensäurefreie Luft ver-drängt werden. Die Gewichtszunahme der Apparate gibt das°ei der Verbrennung entstandene Wasser bez. Kohlendioxyd an.