OSBBUOTHEK
UNTERSUCHUNGEN ÜBER DAS FIBRINEEE11ENT
VON
C. A. PEKELHARING.
In einer früheren Arbeit J ) habe ich nachzuweisen versucht, dassdas Fibrinferment als eine organische Kalkverbindung betrachtetwurden muss, welche im Stande ist, an Fibrinogen zur FibrinbildungKalk zu übertragen. Der organische Bestandtheil dieser Yerbindungwurde im Blutplasma verschiedener Thierarten gefunden, nachdemdie Gerinnung mittelst Magnesiumsulfat oder Kaliumoxalat hintange-halten war, und liess sich daraus durch Dialyse und durch Sättigungmit Chlornatrium theilweise, durch Sättigung mit Magnesiumsulfatvollkommen ausscheiden. Die eigentliche Natur dieser Substanz —welche als das Zymogen des Fibrinfermentes zu betrachten war •—blieb dabei aber im Dunkeln. Das Zymogen war in einem grossenNiederschlag von Paragiobulin versteckt, und es musste also erstein Mittel gefunden werden es davon zu trennen.
Nach einigen vergeblichen Versuchen stellte es sich heraus, dassdie gewünschte Trennung mittelst Essigsäure bewirkt werden konnte.
Wenn Oxalatplasnia, woraus, in der früher beschriebenen Weise,das Fibrinogen mittelst Na Cl entfernt war, durch Dialyse salzarmgemacht wurde, die Dialyse aber nicht so lange fortgesetzt wurde,dass schon ein Niederschlag von Globulin entstand, so rief vorsich-tiges Hinzufügen verdünnter Essigsäure, bis zur schwach, aber deut-lich sauren Reaction, in der Flüssigkeit eine Fällung hervor, welchein Ueberschuss von Essigsäure löslich war. Diese Fällung, mit Hülfeder Centrifuge von der Flüssigkeit getrennt, und mit Wasser gewa-schen, zeigte sich als eine Substanz welche, ebenso wie Paragiobulin,
') Internat. Beitrage zur wissenscli. Medicin, Festschrift Budolf Virchow gewidmet.Ed. I, S. 438. 1891.
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Verhand. Kon. Akad, v. Wet, (2c Sectie). Dl. 1.