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Kaliumsalze.
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deren Darstellung
das Salz daher im Laboratorium benutzt wird. 100 Thle. Wasser lösenbei 0° = 3-3 Thle. C10 3 K, bei 104'8° (Sdp. der gesättigten Lösung)= GO Thle. Wegen der grossen Leichtigkeit, mit welcher das SalzSauerstoff abgibt, findet es, wie der Salpeter, besonders in der Sprengstoff-technik und Feuerwerkerei Verwendung. Man benutzt es für die Masseder Zündhütchen, phosphorfreier Streichhölzer (mit Sehwefelantimon),bengalischer Flammen und anderer Feuerwerkssätzeindessen grosse Vorsicht erfordert.
Kaliumperchlorat, C10 4 K, wird durch vorsichtiges Schmelzendes Chlorats gewonnen (vgl. S. 148) und krystallisirt aus heissem Was-ser in rhombischen Prismen, die sich bei 0 U in 143 Thln. Wasser lösen.Es zerfällt bei etwa 40ü° in Chlorkalium und Sauerstoff.
Brom und Jod bilden ganz ähnliche sauerstoffhaltige Kaliumsalze;das Kaliumbromat, Br0 3 K, ist bei 0° in ca. 30, bei 100° in 2 Thln.Wasser löslich, und zersetzt sich stürmisch nach dem Schmelzen bei 350 ü .
Kaliumjodat, JO s K. Schwerlösliches Salz. Saures jodsaures KaliJ0 3 K.J0 3 H gibt ein durch Wasser zerlegbares Doppelsalz mit KCl.
Kaliumcarbonat. Pottasche, C0 3 K». Wurde früher lediglichaus Holzasche gewonnen, deren löslichen Hauptbestandtheil es bildet,und auch jetzt ist dieses noch in holzreichen Gegenden, wie in Ungarn,Galizien, Südrussland der Fall; beim Einäschern (von Buchenholz etc.)entsteht das Kaliumcarbonat aus den Kalisalzen organischer Säuren.Reich an solchen Salzen sind auch die Rübenmelasse und der Schaf-schweiss, welcher sich in der Wolle ansammelt; nach geeigneter Ver-arbeitung dieser Materialien erhält man durch Caleiniren einen Rück-stand, aus dem sich Kaliumcarbonat leicht ausziehen lässt. Seitdem dasStassfurter Salzlager Chlorkalium in jeder beliebigen Menge liefert, dientvorzugsweise dieses zur Darstellung von Kaliumcarbonat, welches durch eindem Lcblancprocess nachgeahmtes Verfahren gewonnen wird. Man ge-winnt neuerdings aus Chlorkalium auch ein schwer lösliches Doppelsalzmit Magnesiumcarbonat, dem man das Kaliumcarbonat durch überhitztesWasser entzieht; das Kaliummagnesiumcarbonat entsteht nach derGleichung:
3 MgO + 2 KCl -f- 4 C0 2 -f 9H 2 0 = 2 (KHCO„. MgC0 3 .4 H 2 0) + MgCl 2 ,wird durch eine Magnesiumbicarbonatlösung ausgewaschen und in ge-schlossenen Gefässen durch Wasser bei 115° in reine Pottasche, Magne-siumcarbonat und Kohlendioxyd zerlegt. Ganz reines Kaliumcarbonaterhält man durch Glühen von reinem Weinstein in einem eisernen Tiegel,Ausziehen des kohlehaltigen Rückstands und Eindampfen; man kannauch saures oxalsaures Kali oder Kaliumbicarbonat glühen.
Das Kaliumcarbonat ist ein weisses körniges Pulver vom specGew. 2-3, welches erst bei etwa 880° schmilzt. Durch Kohle wird esbei Weissglut zu Kalium reducirt. Es zerfliesst an der Luft und löstsich in Wasser unter starker Wärmeentwickelung. 100 Theile Wasserlösen bei 0° = 83 Thle. C0 3 K 2 , bei 135° = 205 Thle. Aus einer con-centrirten Lösung scheiden sich glasglänzende monocline Krystalle2 C0 3 K 2 -j- 3 H 2 Ü ab. die das Wasser erst bei ca. 130° verlieren. Diewässrige Lösung reagirt stark alkalisch. — Das Kaliumcarbonat wird