Strontium.
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erzeugt der elektrische Flammcnbogen eine Temperatur von über 3000°,bei welcher Temperatur das Carbid schmilzt und in Formen abgelassenwerden kann, in denen es zu blättrig krystallinischen Massen erstarrt.Calciumcarbid liefert mit Wasser schon bei der blossen Berührungstromweise reines Acetylen (Wühler 1862), das auf diesem Wegesowohl im Kipp'schen Apparat, wie auch technisch dargestellt werdenkann. Im Sauerstoffstrom entzündet, verbrennt C 2 Ca mit hellem Lichtzu C0 3 Ca. Mit Schwefel gibt es leicht Calciumsulfid und Schwefel-kohlenstoff. — Aehnliche Carbide kennt man für Sr und Ba.
Siliciumcalcium.
Siliciumcalcium, CaSi 2 , bildet sich durch Zusammenschmelzenvon Si, CaCl, und Na unter einer Kochsalzdecke, oder aus Kalk undKohle mit viel Quarz im elektrischen Ofen. Bleigraue krystallinischeMasse oder hexagonale Krystalle. Wird durch Wasser (unter Wasserstoff-entwickelung) und die meisten verdünnten Säuren zersetzt.
Für Nachweis und Abscheidung des Calciums benutzt man das kaum löslicheCalciumcarbonat oder das ganz unlösliche Calciumoxalat, indem man in neutraler odernmiiioniakalischer Lösung arbeitet. Der nichtleuchtenden Flamme ertheilen Calciumver-bimlungen eine intensiv gelbrothe Färbung. Gewogen wird das Calcium entweder alsSulfat, Carbonat oder als Aetzkalk (durch starkes Glühen des Carbonats oder Oxalats).
64. Strontium.
Sr = 87-62.
Die Ausgangsmaterialien zur Darstellung von Strontianverbindungensind dessen beide mineralischen Vorkommnisse als Strontianit, L-U a br,und Cölestin, S0 4 Sr. Bald nach der Auffindung des natürlichenBaryumcarbonats glaubte man dieses auch bei Strontian in Schottlandgefunden zu haben: Crawford bemerkte jedoch 1790, dass das be-treffende Mineral eine eigenthümliche Erdart enthalte, was dann baldbestimmter von mehreren Seiten nachgewiesen wurde. Kleine Mengenvon Strontium sind in vielen Arragoniten, Kalkspathen und Kalksteinenenthalten: daher auch in Quellen und Flüssen. *owie im Meer.
Das metallische Strontium wird durch Elektrolyse von geschmol-zenem wasserfreien Strontiumchlorid erhalten, dem etwas balmiak bei-gemischt ist; man sorgt dafür, dass das Salz in der Zersetzungszellezum Schutz der aufsteigenden Metallkugeln von einer noch nicht ge-schmolzenen Kruste bedeckt ist. Das Strontium ist ein hell messmg-gelbes Metall, vom spec. Gew. 2'b und härter als Calcium Es schmilztbei beginnender Rothglut. An der Luft oxydirt es sich, entzündet, ver-brennt es mit hellem Glänze und zersetzt das Wasser schon bei ge-wöhnlicher Temperatur. Die Strontiumverbindungen sind ausgezeichnetdurch die prachtvolle rothe Färbung, welche sie der nichtlcuchtendcnFlamme ertheilen und zeigen ein Spectrum (vgl. die bpectraltafel) vonsechs hellen rothen Linien neben einer orangen und einer blauen.