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Anorganische Chemie
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Thorium.

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dünnter Schwefelsäure fällt das Cer grösstentheils als basisches Sulfataus, und lässt sich so von Lanthan und den Uidymen trennen.

Die Cersalze werden jetzt aus dem Monazit (s. d.), der für dasGasglühlicht verarbeitet wird, in sehr grossen Quantitäten abgeschieden.

Das mit Hilfe der Elektrolyse aus dem Chlorid gewonnene metal-lische Cerium ist eisengrau und höchst dehnbar; spec. Gew. 6"73. DemCerium wurde von Mendelejeff die ihm im periodischen System zu-kommende Stelle angewiesen, wonach sein Atomgewicht 140 ist und dasElement als vierwerthig auftritt.

An der Luft verbrennt das schon durch oberflächliche mechanische Einwirkungenentzündliche Metall mit hellstem Glänze zu Cerdioxyd, Ce0 2 , citronengelbes unlöslichesPulver, das man auch durch Einleiten eines Chlorstroms in das Gemisch der Oxydeerhält. Demselben entsprechen die gelbbraunen CeriVerbindungen, u. a. das Cerisulfat,Ce(S0 4 ) 2 -j- 4 H 2 0, schwefelgelb krystallisirend, dem durch viel Wasser die Säure theil-weise unter Bildung von basischen Sulfaten entzogen wird. Durch Flusssäure erhältman aus dem Dioxyd das Certetrafluorid, CeFI 4 -j- H 2 0.

Ausserdem kennt man noch das Cersesquioxyd, Ce 2 0 3 , am leichtesten zugäng-lich durch Glühen des Carbonats oder Oxalats im Wasserstoffstrome, und die diesementsprechenden, kaum gefärbten Cero Verbindungen, u. a. das Corosulfat, Ce 2 (S0 4 ) 3 ,weisses Salz mit wechselndem Krystallwassergehalt; Cerochlorid, Ce 2 Cl e , aus demMetall und Chlor, oder aus Oxyd, Kohle und Chlor entstehend; eine farblose, krystallinischehygroscopische und leicht schmelzbare Masse.

I»:is neuerdings im elektrischen Ofen aus Ce0 2 und Kohle gewonnene Cercarbid,CeC 2 , gibt mit Wasser Acetylen (75 Proc.), Methan (21 Proc.) und Aethylen, sowieeine kleine Menge von flüssigen und festen Kohlenwasserstoffen.

58. Thorium.

Th = 232.5.Die Thorerde, Th0 2 , welche mit der Zirconerde die grösste Aehnlichkeit hat, trittnur sehr selten in Silicaten auf; zuerst wurde das Thorium 1828 von Berzelius imseltenen norwegischenThorit", Si0 4 Th -(- 2 H 2 0, beobachtet, welcher etwa G0 Proc-Thorerde enthält. Neuerdings wird die Thorerde in bedeutenden Mengen aus Monazit(s. d.) fabrikmässig für die sog. Glühstrümpfe der Auerbrenner dargestellt. Brasilianischerund carolinischer Monazitsand tritt in grossen Mengen auf und enthält 34% Thoroxyd.Wenn man ein Gemenge der seltenen Erden des Monazits mit Lampenruss im Chlor-strom erhitzt, so verflüchtigt sich Thoriumtetrachlorid, während die schwer flüchtigenChloride der Ccrgruppe zurückbleiben. Man isolirt das Metall durch Erhitzen desKaliumdoppelchlorids mit Natrium oder Kalium in einem ^erschraubbaren schmiede-eisernen Cylinder, und bekommt so ein graues, glimmerndes Krystallpulver vom spec.Gew. 11. Der jedenfalls sehr hohe Schmelzpunkt des Thoriums wurde noch nicht beob-achtet. An der Luft verändert sich das Metall beim Erhitzen auf 100120° nicht, beihöherer Temperatur verbrennt es jedoch mit glänzender Feuererscheinung zu Thor-dioxyd, Th0 2 , welches das spec. Gew. 10'2 hat und beim Zusammenschmelzen mitüorax in der Krystallform des Zinnsteins Sn0 2 und Rutils Ti0 2 orhalten wird. Das Thor-dioxyd, sowie das Oxydhydrat Th0 4 H 4 bilden keine Salze mit Alkalien, wohl aber mitstarken Säuren. Thoriumchlorid, ThCl 4 , zerfliesslich, sublimirt mit reetangulärenTafeln und hat bei 1060° die normale Dampfdichte; mit den Alkalichloriden gibt esleicht lösliche Doppelsalze. Thoriumnitrat, Th(NO,,) 4 -f- 6 H 2 0, krystallisirt aus Wasser111 quadratischen Pyramiden. Thoriumsulfat, Th(S0 4 ) 2 , direct aus Thorit mit Schwefel-säure, scheidet sich aus wässriger Lösung bei verschiedenen Temperaturen mit wechseln-dem Krystallwassergehalt ab. Thoriumoxal at, Th(C 2 0 4 ) 2 -f- 2 H 2 0, ist unlöslich in