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Anorganische Chemie
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Cerium.

dymorde, 13'3 Lanthanerde, 5'6 Thoncrde 2G'0 Phosphorsäure, 3 Titansäure, sowiewenig Eisenoxyd, Kieselsäure und andere Oxyde. Besonders werthvoll für das Gasglüh-licht ist die Thorerde, die ein bliiulichweisses Licht ausstrahlt. Die brauchbarsten Glii li-strümpfe bestehen aus einer Mischung von 99 pCt. Thorerde und 1 pCt. Cererde; zuihrer Herstellung imprägnirt man gestrickte Baumwollschläuche mit einer 2830 pro-centigen Lösung der in vorstehendem Verhältniss gemischten Nitrate, trocknet an derLuft und verascht sodann das salzartige Gewebe. Die anfänglich weiche und biegsameAsche wird durch stärkeres Erhitzen zusammengesintert und gehärtet, behält hierbeijedoch die Form dünner Membranen, die leicht in Weissglut versetztwerden. Bei der letzten Operation gibt man denStrümpfen" die übliche, oben ge-schlossene Gestalt und befestigt sie sodann mit Hilfe eines Asbestfadens an den in derMitte des Gasbrenners befindlichen Magnesia- oder Thonstift. Für Gasglühlicht wirdausserdem noch der (bereits früher für die Zirconlampe, s. o. gebrauchte) Zircon mitblendend weisser Lichtabgabe beim Erhitzen aus Nord-Carolina verarbeitet.

Zur Gewinnung der seltenen Erden aus Monazit entzieht man dem Ge-menge der Erden zunächst Thorerde und Cer (das als unlösliches basisches Sulfat ab-geschieden wird) und führt das zurückbleibende Gemisch von Lanthan und Didym inAmmoniumdoppelsalzo über: La(N0 3 ) 3 -\- 2 (NH 4 ) N0 3 -f- 4 H 2 0, sowie Di (N0 3 ) 3 4~2 (NH 4 )N0 3 -|- 4 H 2 0. Diese werden durch oft wiederholte fractionirtc Krystallisationgetrennt, wobei nach Au er von Welsbach auch das Didym in zwei neue Bestand-teile, Neodym und Praseodym (s. o.) zerfällt.

Es liefert nach Mac Kean ein Auerbrenner, je nach Zusammensetzung des Strumpfs,die folgenden Lichtungen (HL Hefnerlichst = 0'8G Normalkerzen):

Thorerde, bläulichweisses Licht von 31'56 HL = 27'14 Norm. Kerzen.Lanthanerde, reinweisses Licht von 28'23 HL = 24'28

Yttererde, gelblichweisses Licht von 22'9(j HL = 19'75

Zirconerde, weisses Licht von 1530 HL = 13 21

Cererde, röthliches Licht von 5'02 HL = 4'32

Nach Haitinger (1891) leuchtet auch ein inniges moleculares Gemisch vonThonerde und Chromoxyd, bei anhaltendem Glühen mit intensivem Licht; nach starkemErhitzen bildet dasselbe einen rosarothen Körper, dem ein hohes Lichtemissionsvermögenzukommt. Versuche zur Herstellung von Leuclitkörpern wurden noch in mannigfacherWeise ausgeführt. Wenn z. B. die Oxyde des Kutheniums, Khodiums, Vanadiums im Zu-stande äusserst feiner Zertheilung mit grösseren Mengen unschmelzbarer Oxyde (Kalk,Zirconerde) gemischt sind und diese Mischung durch eine nicht leuchtende Flamme er-hitzt wird, so scheint gleichzeitig Oxydation und Keduction einzutreten und ein intens» e»Licht wird ausgesandt.

57. Cerium.

Ce = 140;!.

Dieses Element findet sich in zahlreichen schwedischen Mineralienund wurde in einem solchen 1803 gleichzeitig von Klaproth sowievon Berzelius und Hisinger entdeckt; die BenennungCeriumfür den neuen Grundstoff undCerit" für dessen Darstellungsmateriafwurde im Hinblick auf den kurz vorher beobachteten Planeten Ceresgewählt. Aus der rohen sog. Cererde konnte Mos an der freilich 184/noch andere Oxyde, diejenigen des Lanthans und Didyms (= des sp ä "teren Neodyms -f- Praseodyms) abtrennen. Durch anhaltendes Kochender salpetersauren Lösung der gemischten Ceritoxyde mit höchst ver-

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