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Anorganische Chemie
Entstehung
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Sauerstoffverbindungen des Chroms.

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entstandenen Metall entzieht man das Zink mit verdünnter Salpetersäure, wobei das Chromin hellen kleinen Ehomboedern zurückbleibt. Aus Chromoxyd, Cr 2 0 3 , erhalt man es durchsehr starkes Glühen mit Kohle. Im elektrischen Schmelzofen bekommt man durch Reduc-tion von Chromoxyd mittels Kohle ein kohlehaltiges Rohchrom, das man zur Reinigungim Voltabogen umschmilzt. Elektrolyse von Chromalkalichlorid, mit technischem Chromals Anode, wurde vorgeschlagen.

Das Chrom bildet ein glänzendes, hellgraues Krystallpulver odernahezu weisse, kleine Rhomboeder vom speeif. Gew. 6-8; es schmilzt erstim elektrischen Ofen und erstarrt dann zu einer glänzenden, stahlgrauen,politurfähigen Masse. Beim Erhitzen an der Laß oxydirt Chrom sichnur langsam, in Sauerstoff verbrennt es mit hellem Licht; durch Ein-tragen in schmelzendes Kaliumchlorat oder in Salpeter erhält man chrom-saures Kali, Cr0 4 K 2 . Alkalien lösen es leicht bei Gegenwart von Kalium-chlorat oder Salpeter. Durch Salpetersäure wird es nicht angegriffen.In erwärmter verdünnter Salzsäure oder Schwefelsäure lost sich dasChrom rasch unter Wasserstoffbildung auf; beim Erhitzen in Chlorgasgibt es violettes Chromchlorid.

Ein Zusatz von Chrom macht Metalle und Metalllegirungen er-heblich widerstandsfähiger gegen höhe Temperaturen und gegen diemeisten chemischen Agentien; Chromlegirungen werden daher zur Her-stellung von Geräthen und Apparaten neuerdings häufiger benutzt.

Sauerstoffverbindungen des Chroms.

Chromoxydul, CrO, ist wasserfrei nicht bekannt; Chrom-oxydulhydrat, 0rO 2 H 2 , erhält man aus sauerstofffreien Ghromchlorur-lösungen durch Zusatz von Kalilauge als gelben Niederschlag, der beiLuftabschluss getrocknet und erhitzt unter Entbindung von Wasser undWasserstoff in das Sesquioxyd übergeht (2 CrO s H a = Cr,0 3 -f- M 2 U -f- Xl 3 ).

Chromoxyd, Ch r o m se s q ui oxy d, Cr 2 0 3 , bildet sich bem Glühender verschiedenen Oxydationsstufen des Chroms, beispielsweise aus ln-oxyd: 2 Cr0 3 = Cr 2 0 3 + 3 0, sowie aus Chromoxydhydrat; ferner auschromsauren Salzen mit flüchtiger Basis oder auch aus solchen mit fixenAlkalien nach Schwefelzusatz. Das amorphe, grüne Oxyd erstarrt, imGebläsefeuer geschmolzen, zu einer grünschwarzen, metallglan/.cnüenund sehr harten Krystallmasse; in dunklen hexagonalen Krystalicneuvom spec. Gew. 5-61 erhält man es beim Durchreiten der Dämpfe vonChromoxychlorid durch eine glühende Röhre. Das amorphe Cnrom-oxyd löst sich leicht in Säuren, während das stark geglühte dann lastganz unlöslich ist, und erst durch längeres Erhitzen mi concentnrterSchwefelsäure oder Zusammenschmelzen mit saurem Kaliums .11, t au -geschlossen wird. Silicate, sowohl natürliche (s. o.) als auch die^kunst-lichen Glasflüsse, werden durch Chromoxyd schön grün gefärbt. Uro»-oxvdhvdr at Cr,0,H, + 4H 2 0: ist die Zusammensetzung des hellblau, nNiffllwli durch Ammoniak in alkalifreien Chromoxydsalz losungenentsteht, nach dem Trocknen über Schwefelsäure. Derselbe geht;im V -cuum fast ganz in^r 2 O u H 8 über, und ben Erwärmen inememWsei-stoffstrome auf 220» in Cr 2 0 2 (OH) 2 ; beim stärkeren Erhitzen bildet sichunter plötzlichem Erglühen in Säuren schwer lösliches Chromoxyd Li a U 3 .