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Anorganische Chemie
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Chrom.

In den niederen Oxydations- und Clilorationsstufen wird die Ueber-einstimmung der Schwefelgruppe und Chromgruppe noch geringer, sobaldman Substanzen von typisch ahnlicher Znsammensetzung vergleicht.Die tieferen Oxyde des Chroms bilden dagegen Salze, welche grosseAehnlichkeit mit denjenigen des Mangans, Eisens und Aluminiums auf-weisen. Für Molybdän und Wolfram kennt man die entsprechendenSalze mit Oxysituren nicht; diese beiden Elemente erscheinen vorzugs-weise sechswerthig.

Von allen bekannten Elementen besitzt Uran das höchste Atom-gewicht; neben Thorium einziger Repräsentant einer sonst noch völligunbekannten Periode weist es in mehrfacher Hinsicht ganz eigen-thümliche Verbindungsverhältnisse auf; insbesondere hat man ein freilichsehr unbeständiges Urantetroxyd U0 4 .

Atomgewicht

Spec. Gew. Schmelzpunkt Atomvolum

Chrom ....Molybdän . .Wolfram . . .Uran ....

52-149603184-12394

6-8

9 1

19-13

18-7

oberhalb 2000°sehr hochsehr hochca. 1500

7-710-5

9-612-8

46. Chrom.

Cr = 5214.

Das Chrom tritt nur in Verbindungen auf und wurde 1797 vonVauquelinin einem sibirischen Mineral, dem Rothblcierz, Cr0 4 fb>entdeckt; seinen Namen erhielt es von der starken Färbung seiner Ver-bindungen (/.piufi« die Farbe). Ausser dem Metalle selbst beobachteteder genannte Chemiker noch die Existenz des grünen ChromoxydsCr 2 0 3 und der Chromsäure Cr0 3 und wies bald darauf das Chrom alsfärbende Substanz im Smaragd und im Spinell nach. Im Chrom-eisenstein, Cr 2 0 4 Fe, dem Hauptausgangsmaterial für die übrig 1 ' 11Verbindungen des Chroms, wurde das Element bereits 1799 wahr-genommen. Obwohl das Chrom noch in manchen Eisenerzen, undspurenweise im Serpentin, in Glimmern und Chloriten, die grüne Färbungbesitzen, vorkommt, gehört es doch zu den in der Natur weniger ver-breiteten Grundstoffen.

Das Metall kann man in verschiedenartiger Weise, obwohl nicht ganz leicht, um-stellen. Aus Chromchlorid, Cr 2 Cl 6 , erhält man Chrom, wenn man bei Kothglut in einemWasserstoffstrome Natriumdampf über ersteres leitet. Ferner bekommt man Chromdadurch, dass man ein Gemenge von 1 TM. violettem Chromchlorid und 2 Thln. ge-schmolzenem Chlorkalium-Chlornatrium in einen hessischen Tiegel fest eindrückt, i" 1 *2 Thln. Zink und schliesslich mit einer stärkeren Lage von Chlorkalium überschichtetund das Ganze so zum Glühen erhitzt, dass möglichst wenig vom Zink verbrennt; tlem