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Kobaltverbindungen.
völlig unverändert und wird von Säuren nur langsam angegriffen. Inder Weissglut verbrennt Kobalt mit rother Flamme zu Oxyduloxyd.
Die meisten Verbindungen des Kobalts entsprechen dem Oxydul CoOund sind mit den analogen Derivaten des Eisens isomorph; weit wenigerbeständig sind die vom Kobaltoxyd Co ? 0 3 abgeleiteten Salze. Wasser-frei erscheinen die Kobaltoxydulsalze gewöhnlich blau; krystallwasser-haltig oder in Lösung sind sie roth (hierauf beruht die „sympathetischeTinte", die beim Erwärmen des mit blassrother kaum sichtbarer Kobalt-oxydullösung beschriebenen Papiers die Schrift in blauer Farbe zeigt).
Sauerstoffverbindungen des Kobalts.
Kobaltoxydul, Kobaltmonoxyd, GoO. Durch Glühen desCarbonats oder Oxydulhydrats bei völligem Luftabschluss, als hellbraunes,bei gewöhnlicher Temperatur luftbeständiges, in Säuren leicht löslichesPulver. Aus den Oxydulsalzen wird das Kobaltoxydulhydrat,Co0 2 H 2 , bei Luftabschluss durch Alkalien als rosenrother, sich an derLuft leicht oxydirender Niederschlag gefällt, dessen Bildung in der Kältemitunter diejenige von blauem, basischem Salz vorhergeht.
Kobaltoxyd, Kobaltsesquioxyd Co 2 0 3 . Bei gelindem Glühenvon trockenem Kobaltnitrat als braunschwarzes Pulver. Durch sehrstarkes Erhitzen an der Luft geht es, wie auch das Oxydul in dasVerbrennungsproduct des Kobalts, das Kobaltoxyduloxyd Co 3 0 4über, dessen mikroskopische, metallisch glänzende Octaeder nicht ma-gnetisch sind; das Kobaltoxydhydrat entsteht durch Oxydation desfeuchten Oxydulhydrats an der Luft.
Kobaltoxydhydrat, Co 2 (OH) 6 , bekommt man als braunschwar-zen Niederschlag beim Fällen der Kobaltsalze durch alkalische Hyp°"chloritlösung, oder bei Einwirkung von Chlor auf Kobaltoxydulhydrat,am besten in Gegenwart von Alkalien. Ein kobaltsaures Kali, dünneglänzende, sechsseitige Krystalle, entsteht aus den Oxyden mit schmel-zendem Kali.
Die höheren Oxyde des Kobalts zeigen die gewöhnliche Eigenschaftder „Peroxyde", indem sie sich in Salzsäure unter Entwickelung vonChlorgas zu Kobaltchlorür CoCl 2 auflösen.
Halogenverbindungen des Kobalts.
Kobaltfluorür, CoFl 2 + 2H 2 0, rosenrothe Krystalle, durchkochendes Wasser zersetzlich.
Kobaltchlorür, CoCl 2 . Durch Verbrennen von Kobaltpulver u»Chlorgas in blauen Krystallschuppen, in Chlorgas sublimirbar. Anassem Wege aus dem Oxydul durch Auflösen in Salzsäure erhalten,bildet es dunkelrothe, monocline Prismen CoCl 2 + 6H 2 0, die bei OVeinen Theil, bei 140° alles Krystallwasser verlieren und blau ™ 61 !r e . 'Derselbe Farbenwechsel tritt aus dem nämlichen Grunde auch beiErwärmen der concentrirten Lösung, oder beim Hinzufügen wassereziehender Schwefelsäure oder Salzsäure ein.