Kobalt.
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37. Kobalt.
Co = 59.6.
Das Kobalt findet sich in der Natur spärlich vor und wurde alsgediegenes Metall bisher nur in Meteoriten und durch die Spectralanalysein der Sonnenphotosphäre nachgewiesen. Die beiden wichtigsten Kobalt-erze sind der regulär krystallisirende Speiskobalt, CoAs 2 , der bis zu25 Proc. Kobalt daneben aber stets Eisen und Nickel enthält; und dergleichfalls reguläre röthlich silberweisse Kobaltglanz, CoAs 2 .CoS 2 (inwelchem das Kobalt theilweise durch Eisen, auch durch Nickel vertretenist) mit 30 bis 35 Proc. Kobalt. Der Name des Metalls leitet sich von„Kobold" ab, welche geringschätzende Bezeichnung die Bergleute Erzengaben, aus denen man sehr lange trotz ihres schönen Glanzes keinMetall abzuscheiden vermochte. Als eigenthümliches Metall wurde dasKobalt 1735 von dem schwedischen Chemiker Brandt charakterisirtund obwohl noch unrein, dargestellt; seine Verwendung zu Glasflüssenkannte man schon im Alterthum, die eigentliche Fabrication der„Smalte", eines durch Kobalt intensiv blau gefärbten Glases, welchesman fein gemahlen als Anstrichfarbe benutzt, ist jedoch neueren Datums.
Unter r Safflor" versteht man die durch Rösten unter Zusatz von Kohle vomSchwefel und Arsen grösstenteils befreiten Kobalterze, welche neben Kobaltoxyd nochA rsen und Nickel, sowie etwas Mangan, Wismuthoxyd etc. enthalten. Keines Kobalt lässtsich durch verschiedene Verfahren gewinnen. Man kann z. B. erst die übrigen Metalle'teils auf trockenem, theils auf nassem Wege (durch Schwefelwasserstoff) abscheiden,dann das Kobalt vom Nickel trennen, indem man Kaliumkobaltinitrit ausfällt; dieses führtHian durch Kochen mit Natronlauge in das Oxydhydrat über und reducirt letzteres, oderauch das Chlorid, durch Erhitzen im Wasserstoffstronio. Lässt man die ammoniakalischeLösung von Kobaltoxalat und Nickoloxalat an der Luft stehen, so scheidet sich letzteres■vollständig aus, während die kobalthaltige Lösung nach dem Eindampfen und Glühendes Kuckstandes unter Luftabschluss reines Kobalt liefert. Durch Chlor oder ChlorkalkW] rd aus Lösungen zuerst Kobaltoxyd ausgefällt und hierauf erst das Nickel, was mangleichfalls vortheilhaft zur Trennung beider Metalle benutzt.
Metallisches Kobalt bildet ein graues Pulver oder krystallinische,metallglänzeiule Blättchen, vom speeif. Gew. 8'5; es besitzt magnetische■Mgenschaften und behält den Magnetismus auch beim Glühen. Kobaltschmilz etwas leichter als Eisen, zeigt polirt eine ähnliche Farbe v\ iedieses mit einem Stich in's Rothe; Kobalt übertrifft das Eisen jedoch anHärte und ist das festeste aller Metalle, welches sich u. a. zu feinem•Prallt ausziehen lässt, der fast die doppelte Belastung trägt, wie gleichstarker Eisendraht. Das Herstellen grösserer Gussstücke stiess bis in"ic neueste Zeit in Folge der Absorption von Kohlenoxyd und Sauer-stoff durch das schmelzende Metall auf Schwierigkeiten ; auf Zusatz vonsehr wenig Magnesium lässt sich jedoch ein in der Hitze leicht schmied-bares Metall, von grosser Festigkeit und Politurfälligkeit, herstellen.
Während das feinzertheilte Kobalt sich an der Luft leicht oxydirt,''"tunter sogar wie das Eisen pyrophorisch ist, und in verdünnten Säurendeicht zu Kobaltoxydulsalzen löst, bleibt das dichte Metall an der Luft