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Eisengruppe.
wendet er sich gegen die Auffassung Williamson's, indem er gegen denselben be-merkt, dass es „zur Erklärung der Elektricitätsleitung genügt, wenn bei den Zusammen-stössen der Gesammtmolecüle hin und wieder und vielleicht verhältnissmässig selten einAustausch der Theilmoleciile stattfindet (S. 353)." Dieser Satz von Clausius ist selbst-verständlich auch auf bereits hydrolytisch gespaltene Lösungen anwendbar. Demgegen-über ist die Theorie der „elektrolytischen Dissociation" zu den weitgehendsten Folgerungengelangt (S. 372), indem sie vollständigen Zerfall in Jonen behauptet.
Elektrolysirt werden nicht nur gelöste, sondern auch geschmol-zene Salze. Die Elektrolyse von geschmolzenem Kochsalz gelingt schondurch einen Strom von 2 Volt Spannung, während zur Zersetzungeiner Lösung (deren Widerstand grösser ist) 3V 2 Volt, erforderlichsind. Von grossem praktischen Interesse ist die Elektrolyse geschmolzenerSalze für die Darstellung des Aluminiums, Magnesiums und Lithiumsgeworden, wie man das bei diesen Metallen des Näheren erörtert findet.Ueber Elektrolyse des Natronhydrats vgl. S. 334.
Gruppe VJir. Eisen- und Platinmetalle.Eisengruppe.
Die drei magnetischen Metalle der Eisengruppe bilden einen Ueber-gang von Kupfer zum Mangan: Cu = 63"6; Co = 59*6; Ni = 58'9iFe = 56; Mn = 541). Kobalt wird durch Luft und Wasser nichtverändert, auch das Nickel ist an der Luft noch recht beständig, dasEisen „rostet" dagegen bald: sehr rasch oxydirt sich an feuchter Luftdas Mangan und zersetzt auch das Wasser schon beim Kochen. Je mehrbei diesen Elementen, vom Kupfer zum Mangan, die Reactionsfähigkeitsteigt, um so stärker tritt auch ihr Bestreben zur Aeusserung höhererWerthigkeit hervor, während andererseits die physikalischen Eigen-sch.iftcn der Metalle als solcher etwas schwächer werden; das Nickeltritt in seinen Salzen nur als zweiwerthiges Element auf; das Eisen da-gegen hat das Bestreben, in den Salzen dreiwertbig zu sein; in derfreilich unbeständigen Eisensäure erscheint es sechswerthig; das Manganin der Uebermangansäure sogar siebenwerthig. Bei alledem ist fl"Kobalt, Nickel und Eisen, metallische Elemente mit annähernd gleichemAtomgewicht und Atomvolum, die Aehnlichkeit eine sehr grosse, be-sonders in den entsprechend zusammengesetzten Oxydulverbindungen;ihre hohe Schmelzbarkeit und Schwerflüchtigkeit hängt mit dem kleinenAtomvolum (d. h. mit der relativ starken gegenseitigen Anziehung derAtome) zusammen; ausserdem treten Eisen, Nickel und Kobalt vor allenübrigen Elementen durch ihre magnetischen Eigenschaften hervor.
Eisen
Nickel
Kobalt
Atom-gewicht
Specif. Gew.
Schmelzpunkt
Atomvolume'
6602
58'95!)6
7-8489
8-5
oberhalb 1800°ca. 1500°ca. 1400°
716-670