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Bloiverbindung-en.
1) 3Pb + 2N0 3 H = 3PbO + 2NO + H 2 0;
2) 3PbO + GN0 3 H = 3Pb(N0 3 ) 2 + 3H 2 0.Wasser-helle Krystalle, reguläre Octaeder, erhält man aus einer
schwach sauren Lösung; aus heissem Wasser dagegen milchweisse Kry-stalle. Spec. Gew. 4'5. In Wasser unter Ternperaturerniedrigung löslich.100 Theile Wasser lösen bei 10° = 48 Theile, bei 100° = 140 TheileBleinitrat. Kocht man die Lösung mit Bleioxyd, so scheiden sich beimErkalten Krystalle des einfach basischen Nitrats N0 3 . Pb 11 . OH in weissenNadeln ab. — Bleinitrat dient zur Darstellung von StickstoffperoxydN0 2 oder N 2 0 4 , indem es beim Glühen leicht zerfällt:2 Pb(N0 3 ) 3 = 2PbO + 4 NO, -f 0 2 .
Beim Erwärmen einer Bleinitratlösung mit metallischem Blei bildensich basische Bleinitritsalze, wie Pb(N0 2 ) 2 . 3PbO -j- H 2 0.
Bleicarbonat (Kohlensaures Blei), PbC0 8J findet sich als rhombi-sches Mineral (Weissbleierz) und wird als ein in reinem Wasserfast unlöslicher Niederschlag beim Eingiessen einer Bleinitratlösung ineine solche von Ammoniumcarbonat oder aus basischen Bleiacetat undC0 2 erhalten. Alkalicarbonate fällen aus Bleilösungen basische Car-bonate von wechselnder Zusammensetzung, je nach den Bedingungen;ein solches ist das Blei weiss, gewöhnlich Pb(OH)— C0 3 —■ Pb —C0 3 — Pb(OH), welches im Grossen nach mehreren Verfahren gewonnenwird, am einfachsten, indem man durch Auflösen von Bleifflätte inEssigsäure eine Lösung von basisch essigsaurem Bleioxyd darstellt andin diese Kohlendioxyd einleitet. Das Bleiweiss ist eine Farbe vonstarkem Deck vermögen, jedoch giftig und dazu einer langsamen Schwär-zung an der Luft (die H 2 S in Spuren enthält) ausgesetzt, weshalb manhäufig dem Zinkoxyd ZnO oder dem Baryumsulfat S0 4 Ba den Vorzuggibt, wenn man weisse Metallfarben braucht.
151 eisulfat, PbS0 4 , kommt als Bleivitriol in rhombischen, mitSchwerspath (Baryumsulfat) isomorphen Krystallen vor und wird alsschwere, weisse, krystallinische Fällung bei Zusatz von Schwefelsäureoder Sulfaten zu Bleisalzen erhalten. Es löst sich in ca. 23000 Theilenkalten Wassers, bei Gegenwart von Schwefelsäure fast gar nicht. Vonheisser Salzsäure wird es in Chlorblei umgewandelt, von conc. Schwefel-säure etwas gelöst, und ist daher in der in Bleipfannen eingedampftenSäure stets in geringer Menge vorhanden. Leicht löst es sich in Natrium-hyposulfit und in einigen Ammoniaksalzen, besonders denjenigen derEssigsäure und Weinsäure, wird jedoch aus solchen Lösungen durch Zu-fügen von Kaliumchromat als chromsaures Blei 0rO 4 Pb wieder gefällt.Durch Kohle und Wasserstoffgas wird es beim Erhitzen zu Blei reducirt.Zum Nachweis wie auch zur quantitativen Bestimmung des Bleisist das schwefelsaure Blei wegen seiner Schwerlöslichkeit geeignet.
Bleiphosphat, (P0 4 \,Pb, und Bleiarseniat
(As0 4 );pb 3
erhält man
als weisse in Wasser und Essigsäure unlösliche Niederschläge.
Schwefelblei, PbS..
Bleisulfid (Schwefelblei), PbS, in der Natur als Bleiglanz(s. o.) sehr verbreitet. Es bildet sich bei Zusammenschmelzen von