Zinnoxyde.
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erstarrt krystallinisch und gibt beim Biegen seiner Barren durch Reibender Krystalltlieilcben ein eigentümliches Geräusch, das „Zinngeschrei."
Krystalle, vom spec. Gew. 7 durch den galvanischen Strom ausZinnchlorür abgeschieden, gehören dem quadratischen System an. Beigewöhnlicher Temperatur ist es weich und dehnbar, sodass man es inBlattform (Stanniol) auswalzen kann; bei 100° lässt es sich noch zuDraht ausziehen, bei 200° dagegen wird es spröde und brüchig. In eineeigentümliche Modification, das pulverförmige sogenannte graue Zinn,»ut dem niedrigeren spec. Gew. 5 - 8 geht das Zinn vom spec. Gew. 7'29über, wenn man es einer anhaltenden starken Winterkälte aussetzt oderauch nur seine Temperatur vorübergehend auf —40° erniedrigt; durchErwärmen wandelt sich das graue Zinn wieder in solches vom speeif.öew. 7 oder 7"29 um.
Bei gewöhnlicher Temperatur oxydirt sich das Zinn weder in derLuft noch im Wasser, erst nach dem Schmelzen überzieht es sich miteiner dünnen Oxydschicht und bei starkem Erhitzen an der Luft ver-brennt es mit weissem, intensiven Licht zu Zinndioxyd SnO g . HeisseSalzsäure löst es unter Wasserstoffentwickelung zu Zinnchlorür
Sn + 2 C1H = SnCl 2 + H 2 ,verdünnte kalte Salpetersäure führt es langsam in salpetersaures Zinn-0x ydul über, indem Ammoniumnitrat entsteht
4 Sn + 10 N0 3 H = 4 Sn(NOj) 8 + N0 8 NH t + 3 H 2 0;eoncentrirte Salpetersäure oxydirt es, ohne es zu lösen, zu weisser, pul-veriger Metazinnsäure. Auch Kalilauge bildet beim Erwärmen mit Zinndas lösliche Kaliumstannat.
Zinn dient zu Gefässen für häuslichen und technischen Gebrauch,"?• Blattform benutzt man es als Stanniol; ferner zum Verzinnen vonTupfer und Messing (die man in das geschmolzene Metall eintaucht),oder von Eisen (Weissblech); endlich zu Legirungen (Bronze).
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Sauerstoffverbindungen des Zinns.
Das Zinn bildet zwei wichtige Verbindungsreihen: diejenige desbasischen Zinnmonoxyds oder Zinnoxyduls, auch als Stannoyerbin-dungen bezeichnet, und diejenige des Zinnoxyds, welches je nachUmständen als basisches oder saures Oxyd auftritt und die Stanni-v erbin düngen liefert.
Zinnoxydul, SnO. Stannosalze, wie Zinnchlorür SnCI 2 , gebenauf Zusatz eines Alkalicarbonats in wässriger Lösung einen schon ander Luft sich rasch oxydirenden weissen Niederschlag von Zinnoxy-dulhydrat Sn0 2 H 2 , der in Ammoniak nicht, aber in Kalilauge leichtal s Zinnoxydulkali löslich ist, Aus der verdünnten alkalischen Lösungscheidet sich wasserfreies Zinnoxydul SnO schon bei gewöhnlicherTemperatur bald in dunkeln glänzenden, luftbeständigen Krystallen.Würfeln mit Dodekaederfläcl------- !J -------- ü; " rrv - 1 A ~ ~ 1 *—
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Zinnoxydulhydrats wird jedoch durch den Luftsauerstoff zu zinnsauremKali oxydirt, Ueberschreitet aber die Concentration der Kalilauge einegewisse Grenze (bei 15° ca. 30 Proc, bei höherer Temperatur schon mit
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