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Silicate.
Orthokieselsäure Diorthokieselsäure Triorthokiesel säure u. s. f.
/OH,.-OHOH
/OH Si -y£ >o
—OH rOH /qtt (Zunahme
Si0 4 H 4 od. Si 0H Si 2 0 7 H c od.>0_ Si 3 O 10 H 8 od. Si 0H -et.
/OH
c/OH
sr
OH
Si
OHOHOH
O
o
-0
\0H
SiO.H,).
«•-OHtel -0H
/OH
Si0 3 H 2 od. Si=0X 0H
/OH
Si=0Si 2 0 5 H 2 od. >0Si=0X 0H
Als Beispiel derartiger Condensationen der Metakieselsäure seiendie Formeln für Di- und Trikieselsäure angeführt:Metakieselsäure D ikieselsäure Trikieselsäure u. s. f.
/OHSi^O
o
Si 3 0 7 H 2 od.Si^O £äo3
Si=0X 0H
Wenn auch diese Polykieselsäuren durchweg nicht vollkommenrein dargestellt, ja vielleicht nicht einmal alle in freiem Zustande untergewöhnlichen Bedingungen existenzfähig sind, so erhalten derartige For-meln doch ein ganz besonderes Interesse dadurch, dass die unter derGesammtbezeichnung „Silicate" zusammengefassten, gesteinsbildendenMineralien sich von denselben ableiten, indem der Wasserstoff durchMetalle ersetzt wird. Die Silicate sind also die Salze einer grossenAnzahl von Kieselsäurehydraten. Was die in der Natur vorkommendenamorphen Kieselsäuren anbetrifft, so sind dieselben (mit 3—15 ProcentWasser) freie Hydrate oder Gemische derselben.
Die einfachst zusammengesetzten Silicate, welche aber keineswegs diegrösste Verbreitung in der Natur besitzen, leiten sich von der Meta-oder Orthokieselsäure bei Ersatz des Wasserstoffs durch eine äquivalenteMetallmenge ab; so z. B. der monokline Wollastonit Si0 3 Ca, derrhombische Olivin Si0 4 (Mg, Fe) 2 ; die Schreibung (Mg, Fe) bedeutetin diesem wie in zahlreichen ähnlichen Fällen, dass sich in dem Molecülzweiwerthige Magnesium- und Eisen-(Ferro-)atome ohne Aendcrung derKrystallgestalt etc. in wechselnden Verhältnissen vertreten können, wo-bei der Hauptbestandtheil immer zuerst geschrieben wird.
Um die Uebersicht über diese Formeln zu erleichtern, schreibt mandieselben gewöhnlich dualistisch, d. h. unter Trennung in die sog. näherenBestandteile, Säureanhydrid und wasserfreies basisches Oxyd; alsoz. B. den Wollastonit = SiOj.CaO, den Olivin Si0 2 . 2 (Mg, Fe)0.Man darf jedoch nach den jetzt herrschenden Ansichten mit dieser inden complicirteren Fällen für eine Uebersicht bequemen Schreibweisenicht mehr die ältere Meinung verbinden, dass Säure und Base imMolecül des Silicats noch von einander getrennt, d. h. nur durch molecu-