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Anorganische Chemie
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Wismuth.

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stark glänzende, sich leicht mit anderen Metallen legirende Wismuthdas metallische Verhalten noch mehr in den Vordergrund, wie für Arsenund Antimon. Das Wismuthoxyd Bi 2 0 3 besitzt ausgesprochen hasischenCharakter, obwohl in den Salzen die metalloide Seite des Elementsmitunter zur Geltung kommt, so in der Zerlegbarkeit des Chlorids BiCl 3durch Wasser; das Wismuthpentoxyd Bi 2 O ö ist ein nur sehr schwachsäurebildendes Oxyd und gibt mit den Alkalien recht unbeständige Salze,nähert sich in seinen Eigenschaften dagegen schon den Metallperoxyden,namentlich dem Bleiperoxyd.

Das Wismuth ist ein in der Natur nicht reichlich vorhandenesElement; das gediegene rhombcedrischeW ism uth mit 9099 - 9 Proc.Metall ist das einzige Mineral, aus welchem das metallische Wismuth ingrösserem, freilich begrenztem Maasse gewonnen wird, hauptsächlich inSachsen. Von geringerer Bedeutimg sind Wismuthoker Bi 2 0 3 , Wismuth-glanz Bi 2 S 3 u. s. f.; ferner Hüttenproducte.

Früher wurde das Wismuth durchAbsaigerung" gereinigt, indemman es durch Schmelzen in geneigten Röhren von seinen Beimengungentrennte. Neuerdings pflegt man vorteilhafter auf den sächsischen Blau-mrbenwerken die Wismutherze zu rösten und sie dann unter ZusatzT °n Kohle (zur Reduction), Eisen (zur Entschwefelung) und Schlacke(zur Aufnahme der Gangart) zu schmelzen. Man erhält hierbei eineobere Schicht von wenig Eisen, Kobalt, Nickel, Blei. Silber, mit Schwefelu nd mit Arsen, welche zugleich mit dererstarrt, während die untere Schicht

schmelzbarem metallischen Wismuth noch flüssig bleibt und abgelassenVerden kann. Durch nochmaliges vorsichtiges Umschmelzen auf einergeneigten Eisenplatte wird das rohe Wismuth von dem Rest der obigenVerunreinigungen befreit und fliesst fast rein in vorgestellte eiserne For-men, -wo es erstarrt. Die vollständige Reinigung geschieht entwederdurch Oxydation der Beimengungen vermittelst Schmelzen mit Salpeter,mit Soda und Kaliumchlorat und dgl.. oder auf nassem W'ege, indemman die salpetersaure Lösung des Wisnmths mit Wasser fällt, und dasl'iO(N0 3 ) durch Kohle reducirt. Jahresproduction ca. 2530000 kg.

Das reine Wismuth ist ein stark glänzendes, röthlich weisses undm der Kälte sehr sprödes Metall, von Antimon sich namentlich durchseinen röthlichen Schein auszeichnend. Das spec. Gew. des rhombo-jtörischen Wismuths ist 9*8; der Schmelzpunkt liegt bei 268°; Verflüch-tigung findet erst gegen 1600° statt und kann man das Wismuth ineiner Wasserstoffatmosphäre destillircn. Lässt man eine grössere Mengegeschmolzenen Wismuths (spec. Govr. 10-05 bei 270°) theilweise erstarren,was wie beim Wasser unter beträchtlicher Volumvergrösserung erfolgt,und durchsticht die festgewordene Decke, so dass der flüssige Kerna p8fliesstj dann erhält man grosse würfelähnliche stumpfe Rhomboeder,die sich mit einer äusserst dünnen bunten Oxydationsschichte überziehen.Wismuth leitet die Wärme schlechter als alie eigentlichenMetalle".

Von Salzsäure wird es nicht gelöst, von Schwefelsäure erst beimErwärmen in Wismuthsulfat, von Salpetersäure schon in der Kälte mitLeichtigkeit in Wismuthnitrat umgewandelt.

aufschwimmenden Schlackel speeifisch schwerem, leicht

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