Schwefelverbindungen des Arsens.
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Arsentriclilorid, AsClj. Arsen verbindet sich selbst bei einemChlorüberschuss nur mit 3 Cl zu AsCL,, welcbes so dargestellt und durchRectificiren über Arsen gereinigt wird. Der mehr metallische Charakterdes Arsens gegenüber dem Phosphor zeigt sich jedoch auch darin, dassman Arsentriclilorid schon beim Kochen von Arsenigsäureanhydrid mitstarker wässriger Salzsäure erhält (As 4 O c -f-12 C1H = 4 AsCl 3 -f- 6 H 2 0);am bequemsten gewinnt man es. indem man zu einer Mischung von4 Theilen weissem Arsenik mit 10 Theilen Schwefelsäure, in einer tu-bulirten, mit gut gekühlter Vorlage verbundenen Retorte, nach und nachdurch vorherige Schmelzung entwässertes Chlornatrium zufügt. Arsen-triclilorid bildet eine farblose, ölige, an feuchter Luft rauchende, sehrgütige Flüssigkeit. Von überschüssigem Chlor frei, erstarrt es bereitsbei — 18" zu weissen glänzenden Nadeln; es siedet bei 1.34°. Spec. Gew.2'205 bei 0 U . — Mit wenig Wasser geht es in ArsenhydroxychloridAs(OH) 2 CI (kleine Krystallnadeln) über, durch mehr Wasser wird es inSalzsäure und schwer lösliche Arsenigsäureanhvdrid zerlegt, welchesletzteres sich theilweise als krystallinisches Pulver am Boden absetzt:
4AsCl 3 + 6H ä O = As t 0 6 + 12C1H;trotzdem verflüchtigt sich Arsentriclilorid als solches beim Kochen miteiner selbst sehr verdünnten Salzsäure.
Arsentribromid, AsBr 3 . Direct aus den Componenten. Farblose, zerfliesslichoUI 'd durch Wasser zersetzliche Krystalle. Smp. ca. 20°; Sdp. '220°; specif. Gew. 3'6G.
Arsendijodid, As 2 J 4 . Entsteht am leichtesten beim «ständigen Erhitzen vonl TheilArsen mit 2 Theilen Jod auf 230°. Dunkelrothe krystallinische Masse. Beim Erhitzengibt 3AsJ 2 = As + 2AsJ 3 .
Arsentrijodid, As,T 3 . Aus berechneten Mengen der Bestandteile in CS 2 --ösung.«othe, glänzende hexagonale Tafeln. Sublimirbar.
Schwefelverbindungen des Arsens.
Arsendisulfid, As 2 S 2 . Kommt natürlich unter der Benennung^calgar in rubinrothen, monoclinen Prismen von spec. Gew. 3"G vor.^■i'uistlich erhält man es durch Zusammenschmelzen von Arsen undSchwefel in Röhrenöfen als „Arsenrubin'" oder „Rothglas" (ältere Maler-farbe; es wird mit 12 Theilen NO,K und 35 Theilen Schwefel zumtischen Weissfeuer benutzt).
Arsentrisulfid, As 2 S.,. Das in kurzen rhombischen Säulen auf-r etende gelbe Auripigment, vom spec. Gew. 3"f) ist ein minerali-W es Vorkommen des Arsentrisulfids. Man kann dieses auf trockenemWege -wi c [ n wässriger Lösung darstellen. Aus den mit etwas Salz-saure angesäuerten Lösungen des Arsenigsäureanhydrids fällt beim Ein-leiten von Schwefelwasserstoff citronengelbes, in Wasser und SalzsäureUnlösliches amorphes Arsentrisulfid:
2AsCl 3 + 3H 2 S = As 2 S 3 + 6C1H.
Man erhält das Trisulfid aus den Lösungen der Arsensäure erst,nachdem man durch schweflige Säure die Reduction derselben zu arse-niger g ällre bewirkt hat. H 2 S reducirt in der Kälte nur äusserstlan gsam, etwas besser bei 60—70°, ohne Ueberschuss und bei möglich-ster Abwesenheit von Salzsäure angewendet. Jedoch gelingt es nicht,
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