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Phosphor.
liegen mehrere, unter einander gleiche Maxima und Minima der Elasti-cität abhängig von den Richtungen, welche durch die äusseren Symme-trieverhältnisse solcher Krystalle ausgezeichnet sind. Ganz entsprechendesgilt für die Cohäsion in solchen Krystallen.
Die optische Elasticität zeigt ihr Maximum (oder Minimum) in derRichtung der Hauptaxe und ist am kleinsten (cv. am grössten) in denzu jener senkrechten Richtungen; das Verhältniss der beiden Wertheder Elasticität parallel und senkrecht zur Axe ist für die verschiedenenFarben ein verschiedenes. Ganz entsprechende Unterschiede weisensolche Krystalle in der Richtung der Hauptaxe und den dazu senk-rechten Richtungen auf für die Absorption des Lichts, die Wärmelei-tungsfähigkeit, Ausdehnung durch die Wärme, den Magnetismus.
3. Optisch zweiaxige Krystalle (rhombisches, monoclinesund triclines System).
Diese Krystalle haben nach drei auf einander normalen Richtungenungleiche Maxima oder Minima der Elasticität, deren Abhängigkeit vonder Richtung in den Krystallen eine complicirte ist; nach den ver-schiedenen durch die Symmetrie der Krystallformen ausgezeichnetenRichtungen ist Cohäsion gleichfalls stets verschieden.
Die optische Elasticität wird für jede Farbe durch ein dreiaxigesEllipsoid bestimmt; verschiedene andere physikalische Eigenschaftenhaben in solchen Krystallen mitunter eine von einander abhängige, mit-unter jedoch eine ganz unabhängige Lage.
Gruppe Vb. Stickstoffgruppe.
Der Stickstoff, das Anfangsglied dieser Gruppe, ist bereits Seite 44 behandelt worden.
12. Phosphor.
P = 31-03.
Wegen seiner grossen Verwandtschaft zum Sauerstoff findet sichder Phosphor (von seinem Leuchten bei der langsamen Oxydationtp<ö<jy<5po« Lichtgeber genannt) in der Xatur fast nur in Form von phos-phorsauren Salzen oder Phosphaten, am häufigsten als phosphor-saurer Kalk oder Calciumphosphat (P0 4 ) 2 Ca 3 (Phosphorit, Som-brerit, Estramadurit), dessen grösste, meist felsige Lager sich in Süd-carolina und namentlich in Florida (ca. 133 Millionen Tonnen, entdeckt1889) befinden. Von den zahlreichen mineralischen Phosphaten seiennoch genannt: Apatit 3 (PÜ 4 ) s Ca 8 -f Ca(Cl,Fl),. Wavellit 2 (PO,),Al 2+ A1 6 0 6 H 6 + 9H 3 0, Vivianit, (P0 4 ) 2 Fe" 3 4- 8 ILO, und Grün-bleierz oder Pyromorphit, 3(POJ 2 Pb 3 -f- PbCl 2 . Die in einigenEisenerzen enthaltenen basischen Phosphate werden nach Verhüttungder ersteren aus den Schlacken gewonnen. Durch die Zerstörungdieser Mineralien und die Verwitterung zahlreicher phosphathaltiger