Kohlenstoff.
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wohnlich ist er farblos und nur selten durch Beimengungen gefärbt.Das specifische Gewicht schwankt von 3'5 bis 3'6. Diamant leitet Elek-tricität und Wärme sehr wenig. Die Diamanten, obwohl spröde undim Stahlmörser zerstossbar, übertreffen durch ihre Härte alle übrigenKörper, und sind auch durch ihren Glanz und ihr Lichtbrechungsver-mögen ausgezeichnet. In einer Wasserstoffatmosphäre verträgt der Dia-mant Weissglut. Erhitzt man den Diamant zwischen den Kohlenpoleneiner sehr starken elektrischen Batterie, so geht er in eine graphitähnlicheMasse über. Seine Verbrennung lässt sich leicht in einem mit Sauer-stoff gefüllten Cylinder zeigen, an dessen Boden sich etwas Kalkwasserbefindet: man wickelt den Diamant in eine Spirale von dünnem Platin-
draht,teren,tung \
drahtleitung einesvanischen Stroms7—800°, worauf
und erhitzt letz-
durch Einschal-
die Kupfer-
^al-
auf
der
Fkf. 35.
Diamant sich entzün-det; das Kalkwasserwird von dem ent-stehenden Kohlendi-oxyd getrübt. Man kann
auch einen Stecknadel- ^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^kopfgrossen Diamant-splitter mit Gyps au feinen thönernen Pfeifenstiel befestigen, durch eine Stich-flamme zum lebhaften Glühen erhitzen und sofort in einen untergestelltenZylinder oder Kolben mit Sauerstoffgas eintauchen; der Diamant verbrenntmit hellem Licht. Als Modificationen des Diamants sind zu betrachten derschwarze mikrokrystallinische Carbonado, sp. Gew. 3'0 —325; ferner derdurch grösste Härte ausgezeichnete Diamantbord, der aus matten, durch-scheinenden, nicht oder kaum gefärbten Sphäroiden besteht.
I >er Q ra phit findet sich in den ältesten Urgesteinen (Gneis, Granit,kristallinische Schiefer) auf Gängen und in Lagern, von welchen dasbei Sonora in Californien besonders mächtig ist; er bildet sich beimAuflösen von amorphem Kohlenstoff in schmelzendem Eisen, woraus ersich beim langsamen Erkalten abscheidet, zuweilen in hexagonalen (odermonoclinen) Täfelchen. Der in verschiedenen Varietäten existirendeGraphit erscheint gewöhnlich als grauschwarze, undurchsichtige, sehrweiche, blättrige Masse, die stark abfärbt. Sein speeifisches Gewichtschwankt von 2 bis 2'5. Er ist ein guter Leiter der Elektricität, be-sonders in Eorm stark gepresster Platten. Bei Luftabschluss veränderter sieh selbst bei den höchsten Temperaturen nicht, worauf seine An-wendung zu Schmelztiegeln (innig gemengt mit feuerfestem Thon) beruht.Jm Sauerstoff verbrennt er noch schwieriger als der Diamant. EineMischung von Salpetersäure und chlorsaurem Kali, welche den Diamantnicht angreift, verwandelt jedoch alle Graphite in gelbe „Graphitsäure";Oxydation mit alkalischem Kaliumpermanganat führt ihn in MellithsäureC ß (C0 2 H) ( . über. Eine Modifikation des Graphits, die man im elek-trischen Ofen erhält, ist sehr beständig gegen Oxydationsmittel und bläht