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Einleitung.
nauigkeit zu ermitteln ist, so hat man sich neuerdings wieder dazu ent-schlossen, den Werth von 0 = 16,00 zu setzen und darauf die relativenAtomgewichte aller übrigen Elemente zu beziehen; Wasserstoff wirddann nicht mehr = 1, sondern = 1,008 sein u. s. f. In gleicher Weisewerden durch die Formeln der Molecüle, die Molecularformeln auchstets die „Moleculargewichte" angegeben, welche man ohne Weiteresdurch Addition der in die Verbindung aufgenommenen Atomgewichteerhält. Man kann dergestalt durch die chemischen Gleichungennicht nur die Art eines beliebigen synthetischen oder analytischenVorgangs, sondern auch die für denselben in Betracht kommenden Ge-wiclitsveriialtnisse mit Leichtigkeit aufschreiben oder aueb, bei der Un-veränderlichkeit der Atomgewichte, aus einer Gleichung für praktischeZwecke sofort berechnen. Coefficienten vor einer Formel beziehen sichauf das ganze Molecül; während solche rechts von einem Atom ge-schrieben, die Anzahl von gleichartigen Atomen, welche sich in dembetreffenden Molecül befinden, angeben; man schreibt beispielsweise dieSpaltung des Quecksilberoxyds in metallisches Quecksilber und Sauer-stoff: 2 HgO = 2 Hg -f- 0 2 . Diese Gleichung besagt, dass das Queck-silberoxyd (beim Erhitzen auf Eothglut, was besonders anzugeben ist)zerfällt, indem 432 Gewichtstheile desselben 400 Theile Quecksilberund 32 Theile Sauerstoff liefern. Auffallen wird in der angegebenenGleichung die Schreibweise für das entweichende Sauerstoffgas = O,.In der That gleichen die kleinsten Theilchen vieler gasförmigen Elementedarin den zusammengesetzten Körpern, dass sie nicht aus isolirten,sondern aus zwei oder mehreren, chemisch mit einander verbundenenAtomen bestehen: die „Molecüle" des Sauerstoffes sind = 0 2 , die desStickstoffs (Nitrogenium) = N 2 , des Wasserstoffs = H 2 , des Chlors = Cl 2 ;.der Quecksilberdampf besteht dagegen aus einzelnen Atomen = Hg.Bei chemischer Umsetzung zerfallen derartige complexe Elementarmole-cüle in ihre Atome; weit schwerer und soviel man bis jetzt weiss, nurin einzelnen Fällen, erfolgt eine solche Spaltung auch unter dem Ein-flüsse hoher Temperaturen.
Eine überraschend einfache systematische Zusammenfassung habenalle diese, im Laufe von Jahrzehnten mit grossem Arbeitsaufwand undnicht ohne zeitweilige Widersprüche ermittelten Gesetzmässigkeiten gegendas Jahr 1870 im periodischen System der chemischen Ele-
mente gefunden, dessen
eingehendere
Erörterung weiter unten
folgen wird.
Nachstehend sind die zur Zeit genauer bekannten GG chemischenElemente, sowie deren Symbole und Atomgewichte (letztere bezogensowohl auf H = T000, wie auf O = 16*000), in alphabetischer Reihen-folge aufgezählt. Von den gegebenen nur wenig abweichende Atom-gewichtszahlen erhält man, wenn man statt des Wasserstoffs den Sauer-stoff' als Einheit wählt und sein Atomgewicht abgerundet = 16 setzt.Von einigen weniger bekannten und theilweise noch unsicheren Ele-menten wird weiter unten die Bede sein.
Siimmtliche Elemente sind in der festen Erdoberfläche enthalten,und von diesen die wichtigeren durch stärkeren Druck ausgezeichnet;im Meerwasser hat man etwa 30 derselben nachweisen können; die